Skoda präsentiert sich in Genf in Wachstumslaune

Autor: Andreas Grimm

Besucher des Genfer Autosalons bekommen am Skoda-Stand einige Neuheiten zu sehen, die den Absatz der Tschechen in diesem und in den kommenden Jahren befeuern soll. Dass es zudem mit der Elektromobilität ernst wird, zeigt die Studie Vision iV.

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Soll für den nächsten Absatzschub bei Skoda sorgen: das City-SUV Kamiq.
Soll für den nächsten Absatzschub bei Skoda sorgen: das City-SUV Kamiq.
(Bild: Skoda)

Skoda will mit weiteren Produktneuerungen auf Wachstumskurs bleiben. Konkret untermauert wird der Anspruch auf Absatz auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) mit zahlreichen Ausstellungsstücken, die in der näheren und weiteren Zukunft wirksam werden sollen.

Im Fokus der Skoda-Käufer und -Händler, aber sicher auch der Konkurrenz dürfte das City-SUV Kamiq stehen, mit dem das tschechische Fabrikat eine letzte größere Lücke im Portfolio schließt. In diesem Segment, das etwa Seat mit dem Arona, Opel mit dem Mokka oder Renault mit dem Captur erfolgreich bedient, kann Skoda sicher Neukunden gewinnen, wie bereits die größeren SUVs Kodiaq und Karoq gezeigt haben.

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Der Kamiq, nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen, aber völlig anders gebauten SUV in China, basiert auf der A0-Gruppe des Modularen Querbaukastens (MQB) des Volkswagen-Konzerns und schöpft daraus bei einer Länge von 4,24 Metern (bei 1,79 Metern Breite und 1,53 Metern Höhe) wieder etwas mehr Platz im Innenraum als die Konkurrenz. Im Fond beträgt die Kniefreiheit laut Skoda 73 Millimeter. Der Kofferraum fasst ein Volumen von 400 Litern; bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es1.395 Liter.

Unter der Haube arbeiten Diesel- und Ottotriebwerke mit Leistungen zwischen 70 kW/95 PS und 110 kW/150 PS. Turboladung und Direkteinspritzung sind gesetzt, eine Zylinderabschaltung soll die Effizienz des starken Benziners steigern. Elektrifiziert wird im Kamiq noch nichts, dafür soll eine Erdgas-Variante für geringere CO2- wie NOx-Emissionen sorgen – wenn diese Variante denn mal gekauft wird. Allrad-Optionen gibt es für das City-SUV übrigens nicht.

Dafür packt Skoda jede Menge Assistenzsysteme an Bord – etwa Spurhalteassistent oder Frontradar – und die Vernetzung ist bei Skoda-Neuheiten inzwischen sowieso standardisiert mit an Bord. Künftig kann der Kamiq-Fahrer sein Auto über ein Webportal fernentriegeln oder checken, ob die Fenster geschlossen sind. Skoda Connect macht es möglich. Zum Grundpreis schweigt sich Skoda noch aus, er dürfte aber deutlich unterhalb von 20.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Der Seat Arona startet bei 16.290 Euro. Marktstart des Kamiq ist wohl nach der Jahresmitte.

Erstes Elektroauto kommt 2020

Wer jetzt schon ein wenig Kamiq-Feeling haben will, kann in Genf, aber auch bald bei den Händlern in den neuen Skoda Scala steigen, der den Rapid ablöst. In der Ausstattung sind sich die beiden Modelle, die auch auf der gleichen Plattform stehen, sehr ähnlich – nicht zuletzt auch im Konnektivitätsangebot. Der Skoda-Golf ist seit Mitte Januar bestellbar, allerdings nur ab der mittleren Ausstattungslinie, die bei 21.450 Euro beginnt. Die günstigste Variante des Kompaktmodells will Skoda erst im Jahr 2020 nachlegen. Beim Ladevolumen liegt der Scala allerdings vorn: Er bietet 467 Liter und bei umgeklappter Rückbank 1.410 Liter.

Im Jahr 2020 will Skoda richtig in die Elektromobilität einsteigen und ein erstes echtes E-Mobil auf den Markt bringen – Superb Hybrid und E-Citigo sind ja nur Ableitungen bestehender Fahrzeugkonzepte. Wie die Elektromobilität auf tschechische Art aussehen könnte, zeigt Skoda in Genf mit der Studie Vision iV. Der kompakte, viertürige Crossover mit coupéhaftem Dachverlauf soll einen konkreten Ausblick auf den ersten tschechischen Ableger der VW-ID-Familie geben. Auf den Markt kommen könnte das E-Mobil kurz nach dem für Anfang 2020 angekündigten VW Neo.

Der Vision iV ist als viertüriges Crossover-Coupé angelegt und zeigt den bisherigen Skizzen zufolge aerodynamisch optimierte, 22 Zoll große Räder unter kräftig ausgestellten Kotflügeln und eine coupéhaft fließende Dachlinie. Anstelle klassischer Außenspiegel kommen Kameras zum Einsatz.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«