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Skoda schiebt Neuerungen für den Scala nach

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Das neue Kompaktklasse-Modell von Skoda ist bislang kein Selbstläufer, allerdings war der Scala auch relativ teuer gestartet. Nun kommt die 4.000 Euro günstigere Einstiegsvariante. Und noch ein paar interessante Neuerungen ergänzen die Scala-Optionsliste.

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Skoda hat die Optionen für die Ausstattung des Kompakt-Modells Scala deutlich erweitert.
Skoda hat die Optionen für die Ausstattung des Kompakt-Modells Scala deutlich erweitert.
(Bild: Skoda)

Skoda hat das neue Kompaktklasse-Modell Scala Mitte Mai zunächst ohne die günstigere Einstiegsmotorisierung angeboten. Wenige Wochen später schieben die Tschechen nun bereits den 1,0-Liter Benziner nach. Er leistet 70 kW/95 PS und ist immer an ein manuelles Fünfgang-Getriebe gekoppelt. Der Dreizylinder ist ab 17.350 Euro zu haben und mit allen Ausstattungsstufen kombinierbar. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h, der Standardspurt gelingt in 10,9 Sekunden. Den Durchschnittsverbrauch gibt Skoda mit 5 Litern an.

Der neue Einstiegspreis für den Scala liegt damit 4.100 Euro unter dem bisherigen Startpreis von 21.450 Euro für den 85 kW/115 PS starken Dreizylinder-Benziner. Das ist in der umkämpften und rückläufigen Kompaktklasse für Skoda schon ein Preis, den die Kundschaft erst einmal akzeptieren muss. Zumindest ist es im Vergleich zum Vorgängermodell ein stolzer Preis: Der günstigste Rapid war nach dem letzten Facelift schon für 15.790 Euro zu haben.

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Bislang ist der Scala im Markt noch nicht so richtig eingeschlagen. Wurden im Juni 2018 vom Vorgänger Rapid noch 1.518 Neuwagen zugelassen, sind es für den Scala ein Jahr später erst 827 Einheiten gewesen. Der Anteil des Kompaktfahrzeugs an den Skoda-Zulassungen sank von 8,2 auf 5,8 Prozent. Allerdings erinnert ein Händler im Gespräch daran, dass auch frühere Neuheiten wie Roomster und Yeti etwas Anlaufzeit brauchten, um im Markt anzukommen.

Bessere Diebstahlsicherung

Der günstige Motor ist allerdings nicht die einzige Neuerung für den Scala: Skoda macht Dieben künftig das Leben schwerer und hat deswegen das schlüssellose Zugangs- und Start-Stopp-System Kessy überarbeitet. Es ist für den Scala jetzt mit einer Diebstahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung und integriertem Neigungssensor erhältlich. Je nach Ausstattungslinie des Scala kostet das System 600 beziehungsweise 400 Euro Aufpreis.

Skoda Scala: Platz da in der Kompaktklasse
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Kern des neuen Systems ist ein Bewegungssensor im Schlüssel. Wird der nicht bewegt, sendet er auch keine Signale. Diese Übertragungsunterbrechung soll verhindern, dass Diebe mittels eines Reichweitenverstärkers die Schlüsselsignale empfangen und diese zum unbefugten Öffnen des Fahrzeugs nutzen können. Skoda wird das Schlüsselsystem auch in anderen Modellen anbieten, etwa für den aufgefrischten Superb, der ab Herbst ausgeliefert wird.

Außerdem kann nun der 85 kW/115 PS starke 1,0-Liter-Dreizylinder alternativ zur Sechsgang-Schaltung mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Der Aufpreis beträgt 1.800 Euro.

Gas-Variante kommt zum Jahreswechsel

Ende des Jahres erweitert Skoda das Motorenangebot des Scala zudem um eine Erdgasvariante. Der tschechische Kompakte fährt als G-Tec mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 66 kW/90 PS und 160 Nm vor. Unterflurig sind drei Erdgastanks untergebracht, die insgesamt knapp 13,8 Kilogramm CNG fassen. Der für den Erdgasvortrieb optimierte Motor kommt damit ca. 410 Kilometer weit. Ein 9 Liter großer Benzintank ermöglicht eine Weiterfahrt um rund 220 Kilometer, sollte der Erdgasvorrat aufgebraucht sein. Preise nennt Skoda noch nicht, es dürften aber rund 18.500 Euro für die Basisversion fällig werden.

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