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Smart EQ: Carsharing inklusive

| Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Nach der Grundsatzentscheidung, nur noch Autos mit Elektromotor anzubieten, verändert Smart auch optisch einiges. Die beiden Stromer Fortwo und Forfour tragen ein neues Gesicht, haben mehr Chic und diverse digitale Dienste an Bord.

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Ende Januar kommt der Smart EQ Fortwo auf den Markt.
Ende Januar kommt der Smart EQ Fortwo auf den Markt.
(Bild: Smart)

Wohl kein City-Car auf der Welt hat die Batterie im Bauch so verdient wie der Smart Fortwo. Kein Antrieb passt besser zu diesem Auto als der elektrische. Man mag sich kaum vorstellen, dass im Heck noch vor wenigen Monaten ein Verbrennungsmotor werkelte, ja früher sogar ein Dieselaggregat den knuffigen Zweisitzer durchrüttelte. Damit ist Schluss. Smart fährt ab Ende Januar nur noch mit Strom statt mit Sprit.

Ein mutiger Schritt der Strategen im Daimler-Konzern, denn im vorigen Jahr verkauften sich immerhin fast 100.000 Einheiten mit Benziner, aber nur 18.400 mit Elektromotor. Und niemand kann vorhersagen, ob in den kommenden Jahren genügend Smart-Stromer auch Käufer finden. Mindestens noch bis 2022 muss Smart durchhalten. Dann soll es ein größeres Modell geben, vermutlich ein City-SUV, das aus dem Joint Venture mit Geely stammt und auch in China gebaut wird.

Smart EQ: Nur noch Strom, statt Sprit

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Um die Baureihe bis zu ihrer Ablösung möglichst attraktiv zu halten, hat Smart den Zwei- und den Viertürer umfangreich überarbeitet. Erkennbar ist die Modellpflege am deutlichsten an der komplett neuen Front. Geändert wurden Haube, Stoßfänger und Scheinwerfer, frei nach dem Motto: weg vom Niedlichen und Verspielten. Geschichte ist der waagerecht geteilte Grill.

Nun ist er einteilig und größer. Und erstmals haben Zwei- und Viertürer unterschiedliche Gesichter. Beim Smart EQ Forfour ist er unten breiter, beim Fortwo unten schmaler; er steht gewissermaßen auf dem Kopf, was ihm einen freundlicheren Ausdruck verleiht. Wer genauer hinschaut, registriert noch das fehlende Marken-Emblem auf der Haube. Dort steht jetzt prominent der Schriftzug „smart“. Hinten fallen besonders die geänderten Rückleuchten (LED) mit ihrem dreidimensionalen Design auf.

Alte Elektronik, neue Konnektivität

Die eigentliche Karosserie ließen die Designer unverändert, weil dies zu hohe Werkzeugkosten nach sich ziehen würde. Gleiches gilt im Innenraum. Eine komplett neue Armaturentafel hätte den finanziellen Rahmen gesprengt. Doch wurde dafür zwischen den Sitzen aufgeräumt und mehr Funktionalität geschaffen. Vor dem Wählhebel gibt es jetzt eine neue Konsole mit umlaufender LED-Beleuchtung sowie einem großen und tiefen Ablagefach mit Rollo. Dort sitzen unter anderem die USB-Anschlüsse. Wer will, kann in diesem Fach auch zwei Getränkehalter platzieren. Sie sind einsteckbar oder eben herausnehmbar.

Was der neue Smart dennoch nicht leugnen kann, ist sein Alter. Zu groß sind die Sprünge vor allem bei der Elektronik. Fast ein wenig historisch wirken da das Zündschloss mit konventionellem Schlüssel und der „Schalthebel“ in der Mitte. Man fragt sich, wozu benötigt ein Elektroauto solch ein Teil noch? Auch ein doch recht einfaches Assistenzsystem wie einen Toter-Winkel-Warner gibt es im Smart nicht. Erst recht gibt es keine Verkehrsschilderkennung oder einen Abstandstempomaten. All dies lässt die immerhin schon über sieben Jahre alte Architektur des Smart nicht zu.

Da ist es löblich, dass der kleine Stadtflitzer wenigstens modern vernetzt sein soll. Gegen Aufpreis gibt es zirka ab Mai ein neues und größeres Touch-Display – acht statt sieben Zoll – mit neuen Inhalten. Statt wie zuvor nur Android-Smartphones koppeln zu können, geht das jetzt auch mit Apple Carplay. Google Maps kann wunderbar auf das Display gespiegelt und als Navigation benutzt werden.

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