133 Kilometer Reichweite
Sehr fortschrittlich zeigt sich Smart beim Thema digitale Dienste. Batteriestatus und Reichweite lassen sich jetzt locker vom Handgelenk auf einer Apple Watch lesen. Die Uhr erlaubt auch die Vorklimatisierung des Fahrzeugs. Und wer sich die App „Ready to“ zulegt, kann seinen Smart sogar mit Freunden, Familienangehörigen, aber auch Fremden teilen, letztlich diesen Car-Sharing-Dienst sogar bezahlen lassen. Alles läuft über das Smartphone.
Unberührt blieb der elektrische Antrieb. Im Wagenboden steckt eine Batterie mit einem Energieinhalt von 17,6 kWh. Das reicht für 133 Kilometer nach dem WLTP-Zyklus. Genug für den Alltag in der Stadt. Kleiner Trost: Weiter kommt ein BMW i3 der ersten Generation auch nicht. Bei winterlichen Temperaturen allerdings sollte man sich mit Reichweiten von unter 100 Kilometern anfreunden.
Das Fahren selbst macht im Smart immer wieder aufs Neue Spaß. Seine Handlichkeit ist phänomenal, ein Wendkreis von 6,95 Meter einfach unschlagbar. Er beschleunigt selbst mit seinen nicht üppigen 41 kW/60 PS kräftig und gleichmäßig, bleibt dabei leise und geschmeidig und macht seine Sache besser als er es je mit einem Verbrennungsmotor in seinem Heck schaffte. Eine coole Erfindung hatten die Entwickler mit der abstandsbasierten Verzögerung: Fährt dicht vor dem Smart ein anderes Auto, rekuperiert der Elektromotor stärker als bei freier Straße. Fünf unterschiedliche Stufen gibt es. Die höchste ist automatisch im Eco-Modus aktiviert, mit dem Ziel, möglichst viel Strom zu generieren und so die Reichweite zu verbessern.
Kleines Auto, großer Preis
Kleines Auto, kleiner Preis? Leider nein. Und der elektrische EQ bildet da keine Ausnahme. Er startet bei 21.940 Euro. Der Viertürer ist 660 Euro teurer. Das Cabrio kostet sogar 25.200 Euro und kratzt mit ein paar Extras schnell an der 30.000-Euro-Marke. Verglichen mit der Konkurrenz, zum Beispiel den elektrischen Drillingen von Volkswagen – VW E-Up, Seat Mii Electric und Skoda „Citigo e iV“ – ist besonders der Zweisitzer alles andere als ein Schnäppchen. Die Kunden scheint das nicht wirklich zu stören, sie kaufen einen Smart, weil sie eben einen Smart haben wollen – und nicht irgendein Elektroauto.
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