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Spindler-Gruppe verkauft künftig auch Seat

| Autor: Christoph Seyerlein

Zum neuen Jahr nimmt die Autohausgruppe Spindler Seat in ihr Portfolio auf. In Würzburg entsteht ein Zentrum für das spanische Fabrikat. Daneben setzt das unterfränkische Unternehmen auch an anderen Stellen Veränderungen um.

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In Spindlers Großkundenzentrum in Würzburg zieht 2020 Seat ein.
In Spindlers Großkundenzentrum in Würzburg zieht 2020 Seat ein.
(Bild: Spindler)

Die Autohausgruppe Spindler wird ab dem 1. Januar 2020 auch Seat im eigenen Markenportfolio haben. An der Nürnberger Straße in Würzburg integriert das Handelsunternehmen das spanische Fabrikat in sein bisheriges Großkundenzentrum. Zum Start ist das Angebot auch explizit auf Großkunden und Service ausgerichtet.

Im Sommer will die Gruppe nach einem Umbau des Standortes aber auch Privatkunden mit Seat-Modellen ansprechen. Geschäftsführer Harald Krenn sagte: „Die Investition in einen neuen Seat-Betrieb bedeutet für uns einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Firmengeschichte.“ In den Verhandlungen mit dem Hersteller habe man sich schnell einigen können, so Krenn.

Die Verantwortung für die Marke Seat bei Spindler wird Norbert Baumann übernehmen. Er erklärte in der Mitteilung: „Wir investieren einen großen Betrag. Mit einem weiträumigen Showroom, modernen Annahmeplätzen und effizienten Werkstattabläufen wollen wir unsere Kunden und Mitarbeiter noch mehr begeistern und somit unseren Wachstumskurs auch in Zukunft fortsetzen.“ Insgesamt sollen 800 Quadratmeter für Seat in Würzburg zur Verfügung stehen.

Spindler schafft intern neue Strukturen

Auch neben der Seat-Integration tut sich bei Spindler aktuell viel. Die Gruppe arbeitet daran, die administrativen Bereiche zu zentralisieren. Ziel ist es, effizienter zu werden. Aber auch die Führungsstruktur organisiert Spindler neu. Der langjährige Co-Geschäftsführer Christian Wieser hat das Unternehmen verlassen. Die Vertriebsgeschäftsführung liegt nun allein bei Harald Krenn, die kaufmännische Verantwortung trägt Marcus Bergter.

Für die Abteilung Neuwagen gibt es nun Markenverantwortliche, die standortübergreifend arbeiten. Die Bereiche Service, Großabnehmer, Gebrauchtwagen sowie Marketing sind künftig nicht mehr nach Marken getrennt. „Wir reagieren jetzt effektiver auf das schnelle Tagesgeschäft und machen uns somit fit für die Zukunft“, sagt Harald Krenn.

Für die Spindler-Gruppe arbeiten in elf Betrieben in Würzburg, Kitzingen und Kreuzwertheim mehr als 720 Beschäftigte. Zum Portfolio gehören die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Porsche und künftig wie erwähnt Seat. Im vergangenen Jahr setzte die Gruppe über 9.000 Fahrzeuge ab, der Jahresumsatz lag bei 250 Millionen Euro. 2019 feierte das Unternehmen zudem sein 100-jähriges Bestehen.

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