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Spyker: Klassisches Konzept mit neuen Motoren

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Der Kleinserienhersteller Spyker lebt. Auf dem Genfer Salon zeigte die Sportwagenschmiede den C8 Preliator Spyder. Für schnelle Modelle ist der Hersteller hinlänglich bekannt, neu ist der Motorenlieferant.

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Spyker ist regelmäßig mit einer Neuheit auf dem Genfer Salon präsent.
Spyker ist regelmäßig mit einer Neuheit auf dem Genfer Salon präsent.
(Bild: Spyker)

Victor Muller liebt den großen Auftritt und trifft auf dem Genfer Autosalon alle Jahre wieder als CEO von Spyker mit der Vorstellung seiner jüngsten Kreationen auf ein besonders begeisterungsfähiges Publikum. 2017 hat der Automanager den C8 Preliator Spyder präsentiert. Dessen Genf-Premiere markierte zudem die neue Motorenkooperation mit Koenigsegg.

Koenisegg? Richtig gelesen, denn statt auf Audi-Motoren setzt man bei Spyker künftig auf Aggregate der schwedischen Sportwagenmanufaktur. Dabei kommt im Fall des Preliator Spyder ein Fünfliter-V8 ohne Aufladung zum Einsatz: Der wuchtet mit seinen 441 kW/600 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment die knapp 1,4 Tonnen wiegende Leichtbau-Konstruktion über ein manuelles Sechsgang-Getriebe in 3,6 Sekunden die 100er-Marke und macht sie bis zu 322 km/h schnell.

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Neben dem Motor zeigt Spyker im Preliator Spyder noch ein paar weitere Innovationen. So kommt ein neues Infotainmentsystem mit Gestensteuerung zum Einsatz, es gibt ein Head-up-Display und außerdem wird der Kunde fortan Carbon-Keramik-Stopper ordern können. Der Einstiegspreis liegt bei rund 400.000 Euro. Ein Stoffdach mit vollelektrischem Öffnungsmechanismus ist stets an Bord des Roadsters, von dem lediglich 100 Exemplare entstehen sollen. Bis man eines bekommen kann, muss man sich allerdings noch bis Mitte 2018 gedulden.

Im Vorjahr hatte Spyker in Genf die Basisversion des Autos, den C8 Preliator vorgestellt, der wiederum eine Evolution des 2002 erschienenen C8 darstellte. Damals stammte der Achtzylinder mit 4,2 Litern Hubraum noch von Audi und brachte es auf 386 kW/525 PS.

Das Spyker überhaupt ausstellt, ist weiterhin erstaunlich, war das niederländische Unternehmen doch Ende 2014 nach den Irrwegen rund um die Saab-Übernahme doch für bankrott erklärt worden. Doch der schillernde Unternehmenslenker Viktor Muller schaffte neues Geld heran. Mitte des Jahres 2015 war von einem Neustart gemeinsam mit dem US-Flugzeugbauer Volta Volare die Rede. Künftig werde das fusionierte Unternehmen „elegante und edle (elektrisch angetriebene) Autos sowie Elektroflugzeuge bauen“, heißt es damals. Nach E-Autos sah es in Genf allerdings nicht aus.

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