Ssangyong: 900 Neuzulassungen 2012

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Der koreanische Geländewagenspezialist muss an seiner Bekanntheit arbeiten. »kfz-betrieb ONLINE« sprach mit Geschäftsführer Ulrich Mehling und Marketingleiterin Ute Margetts über die Maßnahmen.

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Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland und Marketingleiterin Ute Margetts. (Foto: Wehner)
Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland und Marketingleiterin Ute Margetts. (Foto: Wehner)

Redaktion: Ssangyong ist seit dem vergangenen Jahr wieder auf dem deutschen Markt vertreten. Wie sehen Sie denn ihr erstes Jahr im Rückblick?

Ulrich Mehling: Wir sind zufrieden. Wir konnten 80 Händler für unser Netz gewinnen. Das entsprach etwa unseren Erwartungen. Noch nicht ganz unser Ziel erreicht haben wir beim Absatz an die Endkunden. Aber auch hier konnten wir im Januar bereits eine Steigerung feststellen.

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Die Aussage eines Händlers lautete: „Es läuft noch nicht alles rund, aber der Importeur ist ja noch am Anfang.“ Wie lange haben Sie denn noch Schonzeit?

Mehling: Uns war bewusst, dass es ein bisschen dauern wird, bis sich alles eingespielt hat. Bei unserer Händlertagung im Januar und bei meinen Besuchen in den Betrieben ist mein Eindruck, dass insgesamt eine gute Stimmung herrscht. Sicherlich gibt es einige Punkte, die wir noch verbessern können, aber da sind wir auch dran.

Ein Netz von 150 Händlern bleibt das Ziel für 2012?

Mehling: 130.

Ist das die Endausbaustufe?

Mehling: Mittelfristig wollen wir 150. Damit können wir das Land ganz gut abdecken.

Ende März soll ein Händlerverband gegründet werden. Macht das die Arbeit mit den Partnern einfacher oder schwieriger?

Mehling: Wir wissen noch relativ wenig über den Verband. Man muss erst abwarten, was der Verband als seine Aufgaben ansieht. Wir arbeiten heute schon sehr eng mit den Händlern zusammen. Und wir gehen davon aus, dass die Verbandsgründung ein zusätzlicher Schritt ist, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Aus dem Handel hört man, dass die Qualität der Autos stimmt. Allerdings kennen den Aussagen zufolge viele Kunden Ssangyong nicht. Einige halten die Marke für chinesisch. Haben Sie ein Imageproblem?

Mehling: Das ist kein Imageproblem. Vielmehr haben wir das Problem, dass viele in Deutschland die Marke gar nicht beziehungsweise nur sehr vage kennen. Wir haben unsere Händler mit einem Marketingbudget ausgestattet, um ihnen die Chance zu geben, sich selbst, aber auch die Marke vor Ort weiter bekannt zu machen. Das unterstützen wir auch mit einem speziellen Promotion-Fahrzeug, mit dem sich die Händler bei regionalen Veranstaltungen wie Stadtfesten oder Regionalmessen präsentieren können.

Ute Margetts: Bei dem Promotion-Fahrzeug handelt es sich um einen Korando, der ausgestattet ist mit einer Theke, Stehtischen und Stühlen, mit Luftballons und Kugelschreibern, Fahnen und Bannern. So kann der Händler zu seinem Stadtfest fahren und hat einen guten Auftritt. Das ist sehr effizient, weil der Kunde direkt Kontakt mit den Produkten hat.

Das Auto können die Händler ausleihen?

Margetts: Ja, wir haben mehrere davon. Unsere Händler sind sehr aktiv, sie gehen raus zu den Kunden, was uns sehr freut. Und das ist eine gute Möglichkeit, uns als Marke zu zeigen. Zusätzlich produzieren wir gerade für unsere Partner ein POS-Paket für das Autohaus. Mit Roll-Ups, Deckenhängern und Flyern, um zu zeigen, wer Ssangyong ist, wo die Marke herkommt und für was sie steht – und natürlich mit Informationen über unsere Modelle und Motoren.

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