Ssangyong erwartet 2018 weniger Neuzulassungen

Neuer Pick-up Musso startet im Juni

| Autor: Andreas Wehner

Ulrich Mehling
Ulrich Mehling (Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Ssangyong rechnet für das laufende Jahr mit 3.100 Neuzulassungen. Das wären dann etwas weniger als im vergangenen Jahr. 2017 verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt für das koreanische Fabrikat rund 3.200 Einheiten.

Ssangyong bekommt die Zurückhaltung der Autokäufer beim Diesel besonders stark zu spüren. „Für eine Marke, die einmal einen Dieselanteil von über 80 Prozent hatte, ist das natürlich ein Thema. Das tut uns durchaus weh“, sagte Ssangyong-Deutschland-Geschäftsführer Ulrich Mehling am Rande des Genfer Automobilsalons im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Vor allem beim Kompakt-SUV Tivoli ist das Geschäft schwer geworden. Ssangyong verliert aktuell aber auch beim Korando, der am Ende seines Lebenzyklus angelangt ist.

Gut läuft dagegen der neue Rexton – und das obwohl das Modell bislang nur als Diesel erhältlich war. Ab dem Frühjahr liefert Ssangyong das D-SUV jedoch auch mit Benzinmotor aus. Mehling rechnet dennoch auch künftig mit einem hohen Dieselanteil beim Rexton. „Die Anhängelast beim Benziner liegt nur bei 2,3 Tonnen. Und viele kaufen den Rexton, um einen schweren Anhänger zu ziehen“, erläuterte der Geschäftsführer. Die Selbstzünder-Variante hat eine Anhängelast von 3,5 Tonnen.

Auf dem Genfer Salon haben die Koreaner den neuen Pick-up Musso vorgestellt. Der Nachfolger des Actyon Sports basiert auf der Leiterrahmen-Konstruktion des Rexton und startet im Juni auf dem deutschen Markt. Anders als den Rexton wird es den Musso nur mit Diesel geben. Das 2,2-Liter-Aggregat leistet 133 kW/181 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 420 Nm.

Wie schon den Rexton gibt es den Musso als Sechs-Gang-Schalter oder mit einer Sechs-Stufen-Automatik sowie wahlweise mit zwei oder vier angetriebenen Rädern. An Bord sind unter anderem ein Spurwechsel- und ein Totwinkel-Assistent sowie ein Querverkehrswarner. Das Infotainmentsystem verfügt über ein bis zu 9,2 Zoll großes Display und bindet Smartphones über Apple Carplay und Android Auto ein. Auch ein Internetzugang und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung gehören zur Ausstattung.

Erhältlich sind zudem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 12-Volt-Anschlüsse auf der Ladepritsche und eine automatische Fahrzeugverriegelung, wenn sich der Fahrer mit dem Schlüssel entfernt. Die „Easy Access“-Funktion fährt den Fahrersitz automatisch in die richtige Position, sobald die Tür geöffnet wird. Ein Around-View-Monitor liefert eine 360-Grad-Rundumsicht, um das Einparken und Rangieren zu erleichtern.

Der Musso kommt immer mit Doppelkabine. Die Pritsche bietet bis zu 1.011 Liter Ladekapazität. Anfang 2019 legt Ssangyong eine Version mit einer längeren Ladefläche nach.

2019 soll es auch mit den Verkäufen wieder aufwärts gehen. „Dann haben wir beispielsweise neue Benzinmotoren im Tivoli und natürlich den neuen Korando, der im Vergleich zum bisherigen Modell ebenfalls mit einem veränderten Motorenprogramm auf den Markt kommt“, sagte Ulrich Mehling.

Mehr zur Lage bei Ssangyong sowie ein ausführliches Interview mit Ulrich Mehling lesen Sie in unserer „Markt & Marken“-Ausgabe 14, die am 6. April 2018 erscheint und ab dem selben Datum in unserem PLUS-Fachartikel-Bereich.

Genfer Autosalon 2018: Schwarz-weiß-Malerei

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