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Stadac bietet appgefahren guten Service

Autor: Ottmar Holz

Während andere noch Prospekte und Flyer drucken, setzt der BMW-Händler Stadac alles auf eine App. Mit ihr kann der Kunde Termine online vereinbaren und viele Informationen zum Fahrzeug erhalten. Die App-Idee veranlasste die Jury des Service Awards 2019 zu einem Betriebsbesuch.

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Stadac ist am Standort Buchholz auch noch M-Technik-Stützpunkt.
Stadac ist am Standort Buchholz auch noch M-Technik-Stützpunkt.
(Bild: Rosenow / »kfz-betrieb«)

Der norddeutsche BMW-Händler Stadac bindet seine Servicekunden per App an seine fünf Standorte. Dafür nutzt das Unternehmen clever die vorhandenen Daten, die die Kundenautos selbst und der Hersteller zur Verfügung stellen. Die Idee dahinter ist eigentlich naheliegend. Erkennt ein aktueller BMW Wartungsbedarf, speichert er diese Information zum einen in seinem Schlüssel, informiert aber gleichzeitig das Herstellerwerk darüber. Die Münchner senden dann ein sogenanntes Ticket an den Händler, der als Servicezuständiger in System eingetragen ist. Dieser informiert dann den Kunden per E-Mail über das anstehende Serviceereignis.

In der E-Mail eingebettet ist ein Link zur Stadac-eigenen Online-App, die für den Kunden neben der Onlineterminvereinbarung eine Fülle an weiteren nützlichen Funktionen bereithält. So hat der Kunde beispielsweise Zugriff auf seine Radeinlagerungsakte, die das Autohaus Stadac mit der Radeinlagerungsdokumentation von Efleetcon erstellt hat. Darüber hinaus kann er Dokumente wie Führer- und Fahrzeugschein oder Versicherungsdaten in der App speichern. Bereits knapp die Hälfte der Werkstattdurchläufe wurden über das Teleservice-Ticketsystem angestoßen, daher achtet das Servicepersonal bei Stadac besonders darauf, bei Fremdkunden als zuständiger Händler in das Ticketsystem eingetragen zu werden.

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Der Name Stadac steht übrigens für „Stader Automobil Center“ – so hieß das Unternehmen, das Werner Leuchtenberger 1979 in Stade ins Leben rief. Mit über 10 Jahren BMW-Erfahrung war er mit den bayrischen Automobilen wohl vertraut und erkannte früher als andere das Potenzial, das die aufstrebende Marke für den automobilen Premiumsektor bot. Inzwischen bietet das Familienunternehmen an fünf Standorten rund um die Hansestadt Hamburg Fahrzeuge der bayrisch-englischen Hersteller BMW und Mini an.

Preisverleihung am 25. November in Würzburg

Mit dem wegweisenden Digitalgeschäft hat es die Stadac GmbH in die Top Ten des Service Awards geschafft – des wichtigsten herstellerneutralen Wettbewerbs für markengebundene Werkstätten in Deutschland. Von den guten Serviceleistungen des Unternehmens überzeugte sich die Jury vor Ort. Sie besteht aus Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« sowie der Sponsoren Continental, Loco-Soft und TÜV Nord.

Welche Platzierung genau herausspringt, erfährt das Unternehmen bei der Verleihung des Service Awards, die am 25. November 2019 in Würzburg stattfindet. Hier kommen jährlich rund 250 Gäste aus der gesamten Automobilbranche zusammen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter www.service-award.de.

Am Tag nach der Preisverleihung, dem 26. November 2019, finden die Autoservicetage statt. Das Forum für markenübergreifendes Servicemanagement im Autohaus nutzen Inhaber, Geschäftsführer und Serviceleiter aus Autohäusern sowie Experten und Dienstleister aus der Kfz-Branche, um über ihr Aftersales-Geschäft zu diskutieren. Branchenvorträge, Serviceideen, die Gelegenheit zum Austausch und die umfangreiche Ausstellung kennzeichnen die Autoservicetage. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.autoservicetage.de.

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Über den Autor

 Ottmar Holz

Ottmar Holz

Redakteur Service und Technik