Dieselaffäre

Strafverfolger klagen 15 weitere VW-Führungskräfte an

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Fordert VW mehr als eine Milliarde von Winterkorn?

Winterkorn hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er sei sich „keines Fehlverhaltens bewusst“, sagte der einst bestbezahlte Top-Manager aller Dax-Konzerne Ende September 2015. Der Betrugsprozess in der Braunschweiger Stadthalle im September wird mit Spannung erwartet. Um einen zweiten großen Strafprozess im Dieselskandal kommt Winterkorn nach derzeitigem Stand aber herum. Im Verfahrens wegen Marktmanipulation wird es vorläufig keine eigene Hauptverhandlung geben. Die mögliche Strafe, die schon im Betrugsverfahren droht, dürfte deutlich höher sein als beim Vorwurf der zu späten Information der Finanzwelt.

Die Marktmanipulations-Verfahren gegen den heutigen VW-Vorstandschef Herbert Diess und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch waren im Mai 2020 gegen eine Geldzahlung von jeweils 4,5 Millionen Euro durch Volkswagen an die niedersächsische Landeskasse beendet worden. Die neue Anklage gegen 15 Angeschuldigte zeigt aber, dass die Affäre längst nicht ausgestanden ist. Allein im Zivilprozess der Kapitalanleger (KapMuG) sehen sich viele Investoren von VW getäuscht und fordern seit Jahren Milliarden-Schadenersatz.

Zivilrechtlicher Streit noch offen

Auch der zivilrechtliche Streit zwischen dem Konzern und früheren Managern ist noch nicht abgeschlossen. Ende März hatte VW nach langen internen Untersuchungen erklärt, von Winterkorn Schadenersatz verlangen zu wollen. Die genaue Höhe der Summe, die sich vor allem an spezielle Manager-Haftpflichtversicherungen richten dürfte, blieb zunächst offen.

Aus Branchenkreisen verlautete am Wochenende, die Verhandlungen mit den Versicherungen sowie unter den einzelnen Versicherern liefen noch. Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ könnte es sich um insgesamt mehr als eine Milliarde Euro handeln. Volkswagen kommentierte dies nicht.

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