»kfz-betrieb«-Autocheck Alpine A290 Stylischer Rennzwerg mit doppelter Tradition

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Die Alpine A290 ist der sportliche Zwilling des Renault R5. Sie verbindet außergewöhnliches Design mit historischem Background. Das macht Spaß, kostet aber ordentlich Aufpreis.

Mit den X-förmigen Scheinwerfern fällt die Alpine A290 im Straßenbild auf.(Bild:  Achter – VCG)
Mit den X-förmigen Scheinwerfern fällt die Alpine A290 im Straßenbild auf.
(Bild: Achter – VCG)

Nachdem die Flunder A110 lange das einzige Modell von Alpine war, hat der Renault-Konzern seine Sportwagenmarke mittlerweile breiter aufgestellt und bis auf Weiteres rein elektrisch positioniert. Das erste E-Modell ist seit vergangenem Jahr die A290, seit wenigen Monaten gibt es mit der A390 auch ein SUV im Angebot. Mit beiden Modellen senkt der Renault-Konzern die Einstiegsschwelle in die Markenwelt. 2027 soll dann die A110 als Elektro-Sportwagen zurückkommen.

Die kleine A290, die neulich in der Redaktion zum Test vorfuhr, ist das sportliche Schwestermodell des Renault R5 – eine kluge Entscheidung der Franzosen. Mit der Alpine-Historie im Rücken und der Verwandtschaft zum R5 profitiert das Modell gleich doppelt von historischen Werten. Gleichzeitig sieht es stylisch aus. Der R5 ist für Renault ein Erfolgsmodell und optisch ein Hingucker. Und die A290 bringt noch ein paar zusätzliche Design-Highlights mit.

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An der Front fallen gleich die X-förmigen Scheinwerfer ins Auge. Sie sollen an die gekreuzten Klebestreifen auf Rallyewagen erinnern. Außerdem steht die Alpine auf großen 19-Zoll-Rädern. Am trapezförmigen Heck sind wie beim R5 längliche Leuchten angebracht, allerdings bringt die Alpine einen sportlichen Diffusor mit.

Im Innenraum nimmt man in der A290 auf dunkelblauen und cremefarbenen Sitzen aus Nappaleder Platz, zumindest wenn man die Topversion GTS wählt. Auch am Armaturenbrett und dem Lenkrad findet sich das Material wieder, was dem Innenraum eine hochwertige Anmutung verleiht.

Anders als es bei Renault der Fall ist, wird der Gang nicht über einen Hebel hinter dem Lenkrad eingelegt. Stattdessen gibt es drei Tasten, die auf der Mittelkonsole in einer Pyramide angeordnet sind, eingerahmt von einem Relief aus weiteren Dreiecken.

Zehn Sekunden Vollgas

Spannend ist der Blick auf das unten abgeflachte Lenkrad. Unten links befindet sich ein blauer Drehknopf, mit dem sich der Rekuperationsgrad regeln lässt. Es gibt drei Stufen, bis zum Stillstand bremst das Auto dabei nicht ab. Unten links lässt sich der Fahrmodus auswählen: Save, Normal, Sport oder ein personalisierter Modus stehen zur Auswahl.

Die wohl interessanteste Taste sitzt auf dem Lenkrad oben rechts. Das „OV“ auf der roten Schaltfläche steht für Overtake. Drückt man drauf, dann ruft der Kraftzwerg für zehn Sekunden seine Maximalleistung ab und zischt nach vorne.

Nicht nur das macht Spaß. Mit dem 160 kW/218 PS starken E-Motor hat die A290 auch so ordentlich Vortrieb. Allerdings kann man nicht über 170 km/h beschleunigen, denn da wird abgeregelt. Bei einem sportlichen Modell würde man eigentlich mit mehr rechnen.

Mit den Maßen von 3,99 Metern Länge und 1,8 Metern Breite ist man agil und wendig unterwegs. Vorne sind die Platzverhältnisse für ein so kleines Auto gut, auf der Rückbank ist es eher eng, die steht bei dem Auto aber auch nicht im Fokus. Das merkt man unter anderem auch daran, dass es hinten keine USB-Ladeanschlüsse, sondern nur eine 12-V-Steckdose gibt. In den Kofferraum passen 326 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen sind es 1.106 Liter. Wie beim R5 ist die Ladekante recht hoch und breit. Schwere Sachen ein- und ausladen ist da eine ungesunde Aktion.

Nicht ganz so schnell ist die A290, wenn es ums Laden geht. Das Auto hat einen 52-kWh-Akku an Bord, der vom R5 übernommen wurde. Mit Wechselstrom kann mit bis zu 11 kW geladen werden. Schnellladen geht nur bis 100 kW.

Den kombinierten Verbrauch gibt Alpine mit 16,5 kWh auf 100 Kilometer an. Die zeigte uns der Bordcomputer nach einer eher langsamen Überlandfahrt auch an. Die vom Hersteller angegebenen 365 Kilometer Reichweite für die GTS-Variante sind nur dann realistisch, wenn man von den sportlichen Eigenschaften des Stromers kaum Gebrauch macht. Die A290 ist weniger für lange Strecken als für Spaß und Stadtverkehr gemacht.

GTS-Variante ab 45.000 Euro

Preislich startet die GTS-Variante bei 45.000 Euro. Unser Testwagen kam mit Sonderausstattung auf 46.600 Euro. Gibt man sich mit der GT-Basisvariante zufrieden, kann man die A290 ab 39.000 Euro haben. Man muss definitiv Wert legen auf den stärkeren Motor und das spezifische Alpine-Design, um den Aufpreis zu zahlen. Denn den R5 mit 52-kWh-Akku gibt es bereits ab 29.290 Euro.

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