Tesla startet Model-3-Konfigurator – ohne Version für 35.000 Dollar

Startpreis liegt aktuell bei mindestens 49.000 Dollar

| Autor: Christoph Seyerlein

Tesla kann sein eigenes Preisversprechen beim Model 3 bislang nicht halten.
Tesla kann sein eigenes Preisversprechen beim Model 3 bislang nicht halten. (Bild: Tesla)

Mit gewohnt viel Tamtam hat Tesla seit rund zwei Jahren sein Model 3 angekündigt. Das erste Auto der Kalifornier für Normalverdiener sollte es werden. Einen Startpreis von 35.000 Dollar (knapp 30.000 Euro) warf Elon Musk in den Ring und zog damit in etwa eine halbe Million Vorbesteller an.

Seitdem ist ein gutes Stück der Euphorie rund um das Model 3 in sich zusammengefallen. Produktions- und Qualitätsprobleme, lange Wartezeiten, zunehmende Dünnhäutigkeit Musks – Teslas Image litt in den vergangenen Monaten gewaltig. Immerhin: Mittlerweile hat es der Hersteller nach einigen Verzögerungen nach eigenen Angaben geschafft, die selbst gesteckten Produktionsziele von mindestens 5.000 Autos pro Woche zu schultern.

Das führt unter anderem dazu, dass Interessenten – zumindest in den USA – auf Teslas Website mittlerweile nicht mehr ein Model 3 ins Blaue hinein vorbestellen, sondern ihr Auto auch tatsächlich konfigurieren können. Doch man wäre nicht bei Tesla, würde eine Geschichte komplett reibungslos verlaufen. Beim Model-3-Konfigurator fällt eines schnell auf: Ein Fahrzeug für 35.000 Dollar gibt es nicht.

Zumindest aktuell. Die günstigste verfügbare Variante kostet mindestens 49.000 Dollar (knapp 42.000 Euro). Die kommt dann dem Hersteller zufolge aber auch mit größerer Batterie und „Premium-Interieur“ daher. Rund 500 Kilometer sollen mit einer Batterieladung drin sein, zumindest, wenn man nicht allzu oft den Gasfuß betätigt, das Auto in 5,1 Sekunden auf 100 Stundenkilometer treibt und die angekündigten 225 km/h auf den Tacho schraubt. Aktuelle Lieferzeit für das nicht ganz so massentaugliche Model 3? Laut Hersteller drei bis fünf Monate. In den USA versteht sich, nach Deutschland kommt das Auto Stand jetzt frühestens im ersten Halbjahr 2019.

In der Vergangenheit hatte Tesla-Chef Elon Musk bereits zugegeben, dass es mit einer 35.000-Dollar-Variante schwer werde, Geld zu verdienen. Deshalb setzte der Hersteller erst einmal auf teurere Versionen. Allerdings hatte Musk auch zugesagt, das Basismodell anbieten zu wollen, sobald die Produktion rund laufe. Davon ist nun nichts zu sehen. Auf Teslas Website heißt es lapidar, das Auto mit der Standard-Batterie werde in sechs bis neun Monaten verfügbar sein. Wetten sollte man auf diese Angabe aber wohl lieber nicht.

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