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Tipps für das Remarketing von E-Autos

Autor: Silvia Lulei

Akku, Stoßdämpfer, Ladekabel – diese Komponenten sind an einem E-Auto besonders anfällig und teuer. Wer sich für einen gebrauchten Stromer interessiert, sollte diese Teile unter die Lupe nehmen.

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E-Fahrzeuge haben den Gebrauchtwagenmarkt erreicht. Interessenten sollten unbedingt auf den Zustand des Akkus achten.
E-Fahrzeuge haben den Gebrauchtwagenmarkt erreicht. Interessenten sollten unbedingt auf den Zustand des Akkus achten.
(Bild: Renault)

Der Markt für Elektrofahrzeuge wächst sprunghaft: Im ersten Quartal 2019 waren über 83.000 Stromer-Pkws auf Deutschlands Straßen unterwegs. Somit entsteht nach und nach ein Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge. Das Remarketingunternehmen BCA bietet in mehreren europäischen Ländern bereits im vierzehntägigen Rhythmus Auktionen für Elektrofahrzeuge an und kann aus seinen Erfahrungen heraus Tipps geben, worauf aus technischer Sicht bei der Vermarktung gebrauchter E-Fahrzeuge zu achten ist:

  • Die wichtigste und teuerste Komponente im Elektroauto ist der Akku. Sein Zustand steht beim Kauf gebrauchter Elektrofahrzeuge ganz oben auf der Checkliste. Markenhändler und kompetente Vermarkter können in der Regel einen Zustandsbericht der Batterie im Fahrzeug generieren. Die Werte geben erste wichtige Hinweise für Interessenten.
  • Die Laufleistung spielt beim gebrauchten Elektrofahrzeug zumindest im Bereich des Antriebsstrangs eine untergeordnete Rolle. Eine Million Kilometer oder mehr sind kein Problem. Und das komplett ohne nennenswerten Verschleiß. Andere Komponenten wie beispielsweise Stoßdämpfer unterliegen jedoch ähnlichen Belastungen wie bei einem Verbrennungsmotor, weshalb die Laufleistung auch bei Elektrofahrzeugen eine Rolle spielt.
  • Auch die Bremsen halten beim Stromer in der Regel länger, dafür sorgt die sogenannte Rekuperation. Komponenten wie Ladekabel oder die Ladebuchse sollten Kaufinteressenten dagegen genauer unter die Lupe nehmen. Allgemein bietet sich beim Elektrokauf eine Überprüfung beim markenspezifischen Händler an.

Für BCA sind die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität bedeutsam: „Der Handel mit gebrauchten Elektrofahrzeugen ist eine spannende Herausforderung mit enormen Marktchancen“, sagt Andreas Bank, Head of Sales Supply bei BCA Deutschland. Bei einer aktuellen Onlinesuche nach E-Fahrzeugen aus zweiter Hand erzielte BCA 20.000 Treffer.

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Über den Autor

 Silvia Lulei

Silvia Lulei

Chefredakteurin »Gebrauchtwagen Praxis«, Vogel Communications Group