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Toyota und Suzuki gehen „überlebensnotwendige“ Partnerschaft ein

Autor: Christoph Seyerlein

Die beiden japanischen Autobauer wollen sich gegenseitig unter die Arme greifen. Toyota bringt seine Hybrid-Technologie ein, Suzuki sein Knowhow bei Kleinwagen. Das wird auch auf das Geschäft beider Hersteller in Europa Auswirkungen haben.

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Während Toyota von Suzukis Kleinwagen-Knowhow profitieren will, erhofft sich Suzuki von der Kooperation einen Elektrifizierungsschub.
Während Toyota von Suzukis Kleinwagen-Knowhow profitieren will, erhofft sich Suzuki von der Kooperation einen Elektrifizierungsschub.
(Bild: Toyota/Suzuki)

Toyota und Suzuki haben am Mittwoch eine weitreichende Kooperation verkündet. Die beiden japanischen Hersteller wollen in das Bündnis ihre Kernkompetenzen einbringen, um den jeweils anderen dabei zu unterstützen, in neuen Feldern wachsen zu können.

Toyota erhofft sich von der Zusammenarbeit mehr Möglichkeiten im Kleinwagensegment und einen besseren Zugang zum indischen Markt. Dort ist Suzuki mit weitem Abstand Marktführer. Die Kooperation soll sich aber auch für Toyotas Geschäfte in Europa auszahlen: Auf dem hiesigen Kontinent will Japans größter Autohersteller künftig in Kleinwagen auf neue Suzuki-Motoren setzen. Dabei könnte es sich um die 1-Liter-Boosterjet-Aggregate handeln, die Suzuki mehr und mehr in seinen eigenen Baureihen ausrollt.

Suzuki wiederum will mit Hilfe von Toyota die Elektrifizierung vorantreiben. Eine entscheidende Rolle wird dabei Toyotas Hybrid-Kompetenz spielen. Auf jene Technologie soll Suzuki künftig zurückgreifen können. Auch Kunden in Europa sollen davon etwas haben: Laut der Mitteilung plant Suzuki auf dem Kontinent zwei elektrifizierte Fahrzeuge auf Basis von Toyota-Plattformen (RAV4 und Corolla Kombi).

Partnerschaft soll noch erweitert werden

Beide Seiten betonten am Mittwoch, dass man trotz der Kooperation weiter in einem „fairen und freien Wettbewerb“ zueinander stehe. Dennoch streben Toyota und Suzuki eine noch tiefer gehende Partnerschaft an, das Ziel sei eine „nachhaltige Mobilitätsgesellschaft“.

Toyota-Präsident Akio Toyoda teilte mit, dass er die Zusammenarbeit als große Chance sehe, die Hybrid-Technologie weltweit noch weiter zu verbreiten. Gleichzeitig sei die Kooperation auch für Toyota notwendig, um den tiefgreifenden Wandel in der Branche überleben zu können. Suzuki-Chef Osamu Suzuki bedankte sich derweil bei Toyota für die Möglichkeit, auf die Hybrid-Technologie zurückgreifen zu können.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«