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Umfrage: Vertrauen in deutsche Hersteller sinkt

| Autor: Christoph Baeuchle

Hersteller haben Autofahrern in den vergangenen Monaten viel zugemutet. Nun erhalten sie die Quittung: Das Vertrauen in die Marken ist im freien Fall, wie eine Erhebung zeigt. Auch der Spitzenreiter BMW verliert im Vergleich zum Vorjahr über zehn Prozentpunkte.

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Trotz deutlichen Verlusten ganz vorne: BMW.
Trotz deutlichen Verlusten ganz vorne: BMW.
(Bild: BMW)

Das Vertrauen in die Automarken schmilzt. Das trifft vor allem die deutschen Hersteller: Wie aus einer Umfrage von „Auto, Motor und Sport“ hervorgeht, halten nur noch 60 Prozent der Befragten die Marke BMW für sehr vertrauenswürdig oder vertrauenswürdig. Im Vorjahr waren es noch 72 Prozent. Dahinter folgen Mercedes mit 55 Prozent (Vorjahr: 67 %) und Porsche mit 54 Prozent (Vorjahr: 62 %).

Auch Ford, Smart, Opel und Audi verzeichnen Rückgänge und landen bei Werten zwischen 47 und 35 Prozent. Schlusslicht der deutschen Marken ist Volkswagen mit 27 Prozent.

Von einer repräsentativen Umfrage kann zwar nicht die Rede sein. Es gaben aber immerhin mehr als 105.000 Teilnehmer ihre Stimme ab – ein starkes Argument. Davon 90 Prozent Männer „mit einer ausgeprägten Affinität zu automobilen Themen“.

Trend-Umfrage: Tesla mit deutlichem Verlust

Die Teilnehmer wurden dabei auch gefragt, welche Marken ihrer Meinung nach im Trend liegen. Alle zehn Bestplatzierten haben im Vergleich zum Vorjahr Prozentpunkte verloren, lediglich VW schafft es mit stabilen Werten zurück in die Top 10, während Jaguar aus der Bestenliste fällt. Mercedes muss sich den ersten Rang nun mit BMW teilen und Tesla rauschte von Rang vier auf den achten Platz.

Auch wenn das Vertrauen in die deutschen Marken, wie eingangs erwähnt, schwindet, schneiden zumindest die Premiummarken bei der persönlichen Vorliebe der Befragten noch am besten ab. Knapp jeder Zweite mag die Marke BMW (45 %). Porsche (38 %), Audi (37 %) und Mercedes (34 %) folgen schon mit deutlichem Abstand.

Dann kommt lange nichts. Alfa Romeo (21 %), Volkswagen (20 %), Volvo (19 %), Jaguar (18 %), Skoda (14 %), Land Rover (12 %) und Mini (10 %) sind noch zweistellig. Alle nicht aufgelisteten Marken sind einstellig. Das dürfte den einen oder anderen überraschen.

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