Branchenindex Umsatzeinbußen in voraussichtlich jeder zweiten freien Werkstatt

Autor: Jakob Schreiner

Die ungewissen Auswirkungen des „Lockdown light“ verunsichern die Inhaber freier Servicebetriebe. Ihre Stimmungskurve sackte im November deutlich ab, wie die aktuelle BIX-Befragung zeigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Reaktion der markengebundenen Kollegen.

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Angst vor leeren Werkstatthallen? Viele Inhaber freier Kfz-Betriebe rechnen mit niedrigeren Umsätzen als im gleichen Monagt des Vorjahres.
Angst vor leeren Werkstatthallen? Viele Inhaber freier Kfz-Betriebe rechnen mit niedrigeren Umsätzen als im gleichen Monagt des Vorjahres.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

In jedem zweiten freien Servicebetrieb werden Umsatzeinbußen im Werkstattgeschäft befürchtet. Lediglich 7 Prozent der Inhaber rechnen mit höheren und 42 Prozent mit gleichbleibenden Umsätzen. Das geht aus der November-Befragung für den Branchenindex (BIX) von Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), BBE Automotive und »kfz-betrieb« hervor. Die Umstände drücken auf die Stimmung: Die entsprechende Kurve der freien Werkstätten fällt in diesem Monat deutlich von 94 auf 89 Punkte.

Die Stimmungskurve der Markenkollegen tendiert hingegen leicht nach oben – von 93 auf 95 Punkte. Hier erwarten über die Hälfte stabile Umsätze, 15 Prozent steigende und „nur“ etwa jeder Dritter sinkende Umsätze.

Trotz der Skepsis hinsichtlich der Auswirkungen des „Lockdown light“ lief das Geschäft im Befragungszeitraum in vielen freien Werkstätten auf einem insgesamt niedrigeren Niveau stabil weiter. Die Werkstattauslastung stieg aufgrund der Reifenwechselsaison bei den Markenpartnern von 78,8 auf 88,5 Prozent kräftig. Bei den freien Werkstätten war der Sprung von 70,6 auf 82,5 Prozent noch größer.

Die Werkstattumsätze hatten sich im Vergleich zum Vormonat leicht verbessert. Folglich bewerteten die Kfz-Unternehmer ihre wirtschaftliche Situation wieder etwas positiver als zuvor.

Sorgenkind der Markenpartner bleibt das Vertriebsgeschäft: Über die Hälfte verbuchten im Neuwagen- und 47 Prozent im Gebrauchtwagenhandel im November weniger Umsätze als im Vorjahresmonat. Daran wird sich womöglich auch im nächsten Monat nichts ändern. 53 beziehungsweise 48 Prozent rechnen mit niedrigen Umsätzen beim Verkauf von Neu- beziehungsweise Gebrauchtwagen. 39 beziehungsweise 45 Prozent gehen immerhin von gleichbleibenden Umsätzen aus. Und jeweils 8 Prozent freuen sich auf höhere Umsätze.

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Redakteur Ressort Service & Technik