Umweltbonus: Tesla Model 3 springt an die Spitze

Bislang insgesamt 108.718 Anträge

| Autor: Christoph Seyerlein

Tesla will im Februar mit den Auslieferungen des Model 3 in Europa beginnen.
Tesla will im Februar mit den Auslieferungen des Model 3 in Europa beginnen. (Bild: Tesla Motors)

Teslas Model 3 war zuletzt das Auto, für das am häufigsten der Umweltbonus beantragt wurde. Im März entfielen 811 Anträge auf das jüngste Modell der Kalifornier, wie aus der aktuellen Bilanz des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervorgeht. Damit setzte sich das Model 3 knapp gegen den Renault Zoe (802 Anträge) durch.

Das französische Elektromodell ist in der Gesamtbilanz aber immer noch Spitzenreiter: Seit Beginn des Förderprogramms wurden 12.988 Zoe bezuschusst. Auf Platz zwei folgt der BMW i3 mit 9.823 Anträgen, Dritter ist der Smart Fortwo (8.268). Doch auch hier holt das Model 3 auf und bringt es insgesamt bereits auf 2.557 Anträge – und das, obwohl das Auto erst seit dem 22. Januar 2019 auf der Förderliste steht.

Bei den Plug-in-Hybriden lag zuletzt der Mitsubishi Outlander PHEV mit großem Vorsprung an der Spitze. Für ihn gingen im März 767 Anträge beim Bafa ein. Es folgten die Mercedes E-Klasse (238) und der BMW 5er (155). In der Gesamtbilanz liegt ebenfalls der Outlander (6.340 Anträge) vor dem Audi A3 E-Tron (6.323) und dem BMW 2er (5.311) an der Spitze.

Aus Herstellersicht liegt BMW derzeit mit 17.915 Anträgen ganz vorne, Platz zwei geht an Volkswagen (14.180), Dritter ist Renault (14.004). Der größte „Kanal“ für den Umweltbonus sind Unternehmen. Aus jenem Umfeld kamen bisher 59.045 Anträge. Privatpersonen stellten 47.819 Anträge. Der Rest entfiel auf Stiftungen (74), Körperschaften (511), Vereine (414), kommunale Betriebe (732) und kommunale Zweckverbände (123).

Ein Drittel der öffentlichen Mittel ausgeschöpft

Insgesamt sind beim Bafa seit Beginn des Förderprogramms im Juli 2016 bislang 108.718 Anträge eingegangen. Davon entfielen 71.061 auf reine Elektro-Pkw (inklusive 54 Anträge für Pkw mit Brennstoffzelle) und 37.657 Anträge auf Plug-in-Hybride. Im ersten Quartal 2019 lag die Antragszahl bei 17.220. Im März waren es 5.639 und damit 72 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Die Fördertöpfe sind damit aber weiterhin längst nicht ausgeschöpft. Von den insgesamt verfügbaren 600 Millionen Euro aus öffentlicher Hand sind gerade einmal knapp 200 Millionen Euro verbraucht. Ursprünglich war geplant, das Programm im Juni 2019 auslaufen zu lassen. Zuletzt gab es aber vonseiten der Hersteller vermehrt Forderungen, den Umweltbonus zu verlängern. Aus der Politik gab es bereits entsprechende Signale, beispielsweise sprach sich Finanzminister Olaf Scholz dafür aus, die Subventionen auch über den Sommer hinaus zu zahlen.

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