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Umweltbundesamt warnt vor Kältemittel R1234yf

| Autor: Christoph Baeuchle

Das Kältemittel R1234yf sorgt weiter für Ärger. Nun reiht sich auch das Umweltbundesamt in die Reihe der Kritiker. Demnach ist der zunehmende Einsatz problematisch für die Trinkwassergewinnung, da die Chemikalien schwer abbaubar sind.

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(Foto: Daimler)

Der Einsatz des Kältemittels R1234yf wirkt sich negativ auf die Trinkwassergewinnung aus. „Wir beobachten mit Sorge den verstärkten Einsatz des Kältemittels R1234yf in Pkw-Klimaanlagen und auch in stationären Kälteanlagen“, sagte Maria Krautzberger der „Frankfurter Rundschau“. Aus Sicht der Präsidentin des Umweltbundesamtes ist der Einsatz problematisch, da die Chemikalie und ihr Zerfallsprodukt Trifluoressigsäure (TFA) in die Umwelt gelangen und im Wasser schwer abbaubar sind.

Als richtige Antwort darauf sieht die UBA-Präsidentin den „Verzicht auf fluorierte Kältemittel wie R1234yf“. Stattdessen sollten die Automobilhersteller lieber auf CO2-Klimaanlagen umsteigen. Als einziger Hersteller bietet Daimler einige Modelle mit CO2-Klimaanlage an.

Das hat dem Stuttgarter Konzern zunächst viel Ärger eingebracht, weil die EU den Umstieg vom Kältemittel R134a auf R1234yf aufgrund der Umweltfreundlichkeit angeordnet hatte. Der Konzern hatte jedoch im ersten Halbjahr 2013 das dann von der EU verbotene Kältemittel R134a zunächst weiter in Fahrzeugen eingesetzt. Dies hatte Daimler mit dem Sicherheitsrisiko der Chemikalie R1234yf und der bei deren Entzündung entstehenden hochgiftigen Fluorwasserstoffe begründet.

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