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Verfälscht: Führerschein mit Datumsangabe 32. August

| Autor: Andreas Grimm

Die beste Fälschung hilft nichts, wenn die Details nicht stimmen. Diese Erfahrung hat nun ein 56-Jähriger gemacht, dessen falscher Führerschein ein unplausibles Datum trug. Doch dieses Vergehen war nicht das einzige Problem des Autofahrers.

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Aufgemerkt beim Fälschen: Die Datumsangaben sollten plausibel sein. Ein 32. August kommt im Jahreslauf einfach nicht vor.
Aufgemerkt beim Fälschen: Die Datumsangaben sollten plausibel sein. Ein 32. August kommt im Jahreslauf einfach nicht vor.
(Bild: Polizei Dortmund)

Wer Führerscheine fälscht, sollte sich im Kalender auskennen. Denn ein Monat mit 32 Tagen macht den Führerscheinbesitzer dann doch verdächtig, zumindest wenn er in eine Kontrolle der Polizei Dortmund gerät. Dort war für einen Autofahrer mit dem entsprechenden „Dokument“ jedenfalls erstmal Ende mit der Autofahrt.

„Haben Sie schon einmal von diesem Monat mit 32 Tagen gehört? Dem August? Nicht? Wir auch nicht!“, beginnt eine Pressemeldung der Polizei Dortmund vom 7. März. Beamte dieser Dienststelle hatten tags zuvor am Aschermittwoch im gesamten Stadtgebiet nach Temposündern gefahndet. Dabei ging ihnen ein 56-jähriger Autofahrer aus Essen ins Netz, der einen verdächtigen Führerschein präsentierte.

Der Angehaltene zeigte den Einsatzkräften einen polnischen Führerschein. Bereits leichte Unschärfen im Druck ließen die Beamten genauer hinschauen – dann wurden sie erst recht stutzig: Auf der Rückseite des Dokuments entdeckten sie das Datum „32.08.17“ (siehe Foto). Da auch die Option „andere Länder, andere Sitten“ als Erklärung ausschied und der 32. August auch in Polen nicht existiert, recherchierten die Beamten weiter. Mit Erfolg.

Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht auf den 56-Jährigen zugelassen und eigentlich seit mehreren Monaten stillgelegt ist. Die Eigentumsverhältnisse des Autos blieben zunächst ungeklärt. Sowohl der genial gefälschte Führerschein als auch das Fahrzeug wurden sichergestellt. Den Essener erwarten jetzt Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«