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Vergleich: Leyland Mini gegen Mini Cooper SD

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Dass der Mini einmal zur Legende werden würde, hätte sein Schöpfer Alec Issigonis wohl selbst nicht geglaubt. Heute platziert BMW die moderne Interpretation als erfolgreichen Kleinwagen.

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Der Mini: ein Erfolgsmodell - damals wie heute.
Der Mini: ein Erfolgsmodell - damals wie heute.
(Foto: sp-x)

Der Mini ist, glaubt man der einschlägigen Literatur, aus der Not geboren. Als die Suez-Krise Europa Ende der 50er Jahre im Griff hatte und die Rohöl-Transporte bedingt durch die Sperrung des Suezkanals aufwendiger und teurer wurden, suchten die von den Auswirkungen besonders stark gebeutelten Briten eine passende automobile Antwort. Ihr Name: Mini.

Im Jahr 1959 fiel der Startschuss für den Mini – er war als Produkt der sieben Jahre zuvor aus dem Zusammenschluss von Austin und Morris hervorgegangenen British Motor Company zur Serienreife gelangt und vorgestellt worden. Das Geniale an dem Winzling war nicht nur sein geradezu revolutionäres Quermotor-Frontantrieb-Konzept. Entscheidend war vielmehr das nahezu perfekte Zusammenspiel seiner Komponenten: Motor, Getriebe und Differenzial sind eng zusammengefasst, und es gibt nur einen Ölkreislauf für die kompakte Aggregat-Box.

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Dem Chassis spendierten die Techniker eine Einzelradaufhängung, und als Federelemente dienen kompakte Gummielemente, sofern nicht die im Volksmund genannte „Whisky-Soda-Federung“ verbaut wurde. Dabei handelt es sich um eine wasserhydraulische Anlage (Hydrolastic), die einen erhöhten Wartungsanspruch erfordert – und deshalb nur Hobbyschraubern zu empfehlen ist oder Leuten mit guter Werkstatt-Beziehung.

Genialer Wurf

Bei unserem Probeexemplar, das der Dortmunder Kfz-Händler Michael Cassing bereitstellte, handelt es sich um einen 71er Mini der dritten Generation, der unter dem Label Morris firmiert. Als er taufrisch gebaut aus den Werkshallen rollte, hatte das Projekt Mini schon zwölf Jahre auf dem Buckel und dennoch keinen Deut an Genialität verloren. Der Kofferraum ist vielleicht wirklich etwas klein geraten, doch Schwamm drüber. Dafür können zwei Personen im Fond des 3,05-Meter-Vehikels recht bequem mitfahren. Der mit den simplen Gummiböcken gefederte Winzling ist natürlich knüppelhart, liegt aber im wahren Sinne des Wortes wie das Brett auf der Straße.

34 PS reichen

Der 0,7-Tonner kommt mit seinen 25 kW/34 PS locker aus. Nur an Steigungen muss zurückgeschaltet werden, was deutlich leichtgängiger als erwartet funktioniert. Im Vergleich zu manchen italienischen Diven aus der gleichen Ära geht das Viergang-Getriebe noch als präzise durch. Beim Pendant aus der Neuzeit übernimmt eine sechsstufige Wandlerautomatik die Übersetzungswechsel. Und statt Vergaser-Vierzylinder gibt es ganz im Sinne des Zeitgeist einen zwei Liter großen Diesel-Motor aus dem BMW-Regal, der ein bisschen raubeinig werkelt, was aber zu einem Cooper passt.

Dieser leistet in der Topversion 125 kW/170 PS und fährt dem Urmodell freilich um die Ohren. Bei einem Leistungsgewicht von 9,5 kg/kW (26 kg/kW beim Oldie) sind 7,2 Sekunden auf 100 km/h keine Kunst. Doch der New Mini kann nicht nur längs, sondern wetzt ganz ordentlich um die Kehren. Diese Eigenschaft haben die BMW-Ingenieure der Knutschkugel quasi in die DNA gepflanzt – und sie ist zusammen mit dem Design so ziemlich alles, was vom alten Mini-Geist übrig blieb.

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