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Video: Erboster Kunde rast in Porsche-Autohaus

Autor: Christoph Seyerlein

Weil bei seinem bestellten Porsche die Sonderausstattung fehlte, rastete ein Taiwanese aus. Er raste durch das Schaufenster des Porsche-Händlers in Taipeh, bei dem er das Fahrzeug gekauft hatte.

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Ein Schaufenster des Autohauses in Taiwan fiel dem Porsche Cayenne zum Opfer.
Ein Schaufenster des Autohauses in Taiwan fiel dem Porsche Cayenne zum Opfer.
(Bild: Screenshot YouTube)

Kundenreklamation mal anders: Als ein Taiwanese feststellte, dass sein bestellter Porsche Panamera Sport Turismo ohne die von ihm georderte Sonderausstattung bei ihm angekommen war, entschloss er sich zur persönlichen Beschwerde bei seinem Händler. Allerdings griff der Mann zu deutlich drastischeren Methoden, als man das von Reklamationen normalerweise gewohnt ist.

Der 42-Jährige setzte sich kurzerhand in seinen anderen Porsche, einen Cayenne und fuhr zum Porsche-Autohaus in Taipeh, bei dem er sich seinen Zweit-Porsche bestellt hatte. Genauer gesagt: Er fuhr in das Autohaus. Denn statt seinen Wagen auf dem Kundenparkplatz abzustellen und dann das Gespräch zu suchen, steuerte er sein SUV kurzerhand durch das Schaufenster und stellte es dann im Showroom ab.

Einige Tage zuvor hatte der Händler dem Geschäftsmann taiwanesischen Medien zufolge ein verhängnisvolles Schreiben zustellen lassen. Darin forderte er den Kunden auf, eine noch offene Restsumme für den Panamera Sport Turismo zu bezahlen. Der Kunde hatte das Auto im Januar 2017 zu einem Basispreis von 201.187 Dollar kaufen wollen, sich dann aber noch Sonderausstattungen im Wert von knapp 50.000 Dollar andrehen lassen. Er leistete eine Anzahlung in Höhe von 75.000 Dollar. Als das Auto dann im November 2017 bei ihm ankam, stellte er das Fehlen der Extras fest. Er beschloss deshalb, die Bestellung zu stornieren.

Der Händler wiederum erklärte dem Kunden, dass er entweder die noch offene Summe bezahlen müsse oder das Auto zurückgeben könne. Im zweiten Fall würde er aber seine Anzahlung nicht zurückbekommen. Das erzürnte den 42-Jährigen offenbar so sehr, dass er zur Selbstjustiz griff.

Auch wenn der Mann behauptete, dass es sich um einen Unfall handelte, hatte die Aktion Folgen für ihn. Die Polizei wollte seiner Argumentation, dass er eine rote Ampel überfahren habe und dann im Schaufenster des Autohauses gelandet sei, weil er einem anderen Auto ausweichen musste, nicht folgen und verhaftete den Taiwanesen. Er soll den Behörden bereits wegen Diebstahls- und Betrugsdelikten in der Vergangenheit bekannt geworden sein. Offenbar verhinderten die Polizisten mit ihrem Eingriffen sogar noch Schlimmeres: Laut der britischen Zeitung „Daily Mail“ fanden sie in dem Cayenne einen Benzinkanister und eine Axt.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«