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Volkswagen-Chef Diess: „Alarmsignale“ für 2020

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Herbert Diess hat die Belegschaft auf ein schwieriges Jahr 2020 eingestimmt. „Konjunkturell verdichten sich die Alarmsignale aus China und den USA“, sagte der Volkswagen-Chef auf einer Betriebsversammlung.

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VW-Chef Herbert Diess verspricht eine „gute Auslastung“ des Stammwerks ins Wolfsburg.
VW-Chef Herbert Diess verspricht eine „gute Auslastung“ des Stammwerks ins Wolfsburg.
(Bild: Volkswagen)

VW-Konzernchef Herbert Diess hat die Belegschaft auf ein schwieriges Jahr 2020 eingestimmt. Man blicke auf „starke“ Geschäfte 2019 zurück - die Lage der gesamten Autobranche werde aber in den kommenden Monaten nicht einfacher werden. „Konjunkturell verdichten sich die Alarmsignale aus China und den USA“, sagte Diess am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg.

Es sei entscheidend, die Investitionen in die Elektromobilität und Digitalisierung bei VW nun weiter voranzutreiben: „Wir müssen die wichtigsten Komponenten des Autos - Batterien und Software - selbst herstellen können. Wir müssen hier nachhaltig Kompetenz aufbauen.“

Unter anderem ist für 2020 der Baubeginn einer Batteriezellfabrik mit dem schwedischen Partner Northvolt in Salzgitter geplant. Zudem will VW eine IT-„Marke“ mit mittelfristig 10.000 Beschäftigten aufbauen.

Golf Variant läuft in Wolfsburg vom Band

Ein Schwerpunkt in der Autoproduktion ist im neuen Jahr neben dem E-Modell ID 3 die achte Auflage des Golf. „Das heißt: Volle Konzentration und Ärmel hochkrempeln“, sagte der Vorstandschef vor den Mitarbeitern. Die Kombi-Version Golf Variant, die bisher im künftigen Elektro-Werk Zwickau gebaut wird, kommt 2021 ebenfalls an den Stammsitz. Dann werde das Arbeitsvolumen steigen, kündigte Diess an. „Wir werden für gute Auslastung von Wolfsburg sorgen.“

Insgesamt steckt Volkswagen bis 2024 mehr als 16 Milliarden Euro in seine niedersächsischen Heimatstandorte. Die Gesamtsumme der weltweiten Investitionen beläuft sich in den kommenden fünf Jahren auf rund 150 Milliarden Euro.

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