Volvo V 40: Schneewittchensarg reloaded

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Vera Scheid

Im September führt der schwedische Importeur sein neues Modell in der Premium-Kompaktklasse ein. Das Potenzial zum Bestseller hat er.

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9.000 Einheiten des V 40 will Volvo Deutschland im ersten vollen Verkaufsjahr 2013 verkaufen.
9.000 Einheiten des V 40 will Volvo Deutschland im ersten vollen Verkaufsjahr 2013 verkaufen.
(Foto: Volvo)

Mercedes führt gerade mit einem gigantischen Werbeaufwand die A-Klasse ein, Audi den neuen A 3 – na und? Bernhard Bauer, Geschäftsführer von Volvo Deutschland fürchtet die starke deutsche Konkurrenz nicht. Ganz im Gegenteil: Durch die Belebung der Premium-Kompaktklasse erhofft er sich einen Abstrahleffekt auf den neuesten Volvo-Zuwachs: den V 40.

Fest steht: Das schwedische Kompaktklassemodell steht der deutschen Konkurrenz in puncto Technik, Komfort und erst recht beim Preis in nichts nach.

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Bernhard Bauer ist sich sicher, dass der V 40, der im Juli in den Vorverkauf geht und Mitte September offiziell eingeführt wird, den Volvo XC 60 als Bestseller ablösen wird. 2.800 Einheiten stehen in diesem Jahr auf dem Verkaufsplan. 9.000 Stück des Schrägheckmodells will der Geschäftsführer im kommenden Jahr vermarkten.

Privatkunden im Visier

Der Volvo-Manager hat mit dem neuen Modell vor allem Privatkunden im Visier. Klassischerweise liegt der Volvo-Privatkundenanteil in Deutschland bei 55 Prozent. Beim V 40, glaubt Bauer, wird er bei rund 60 Prozent liegen. Mit einer neuen 0,9 Prozent-Ballonfinanzierung und einer klassische 0,4 Prozent-Finanzierung hofft Bauer, dass vor allem der ein oder andere Mercedes-A-Klasse-Fahrer auf den V 40 umsteigt.

Mit dem Produktionsende des Volvo C 30 zum Jahresende rundet der neue V 40 künftig das Modellangebot nach unten ab. Damit verteuert sich der Einstieg in die Volvo-Welt deutlich: Der C 30 kostet in der Basisausführung 21.700 Euro, der neue V 40 ist ab 24.690 Euro erhältlich.

Das Karosseriedesign des V 40 ist betont sportlich. Ein Hingucker ist insbesondere die Heckpartie mit der sechseckigen Heckklappe, die sich an den C 30 anlehnt und an den Volvo P1000 erinnert – besser bekannt als Schneewittchensarg.

Doch die wahren Stärken des V 40 stecken unter dem Blech: „Der neue V 40 ist der sicherste und intelligenteste Volvo, der bisher gebaut wurde“, unterstreicht Bernhard Bauer.

Weltweit erster Fußgängerairbag

Das Highlight im Bereich Sicherheit ist der weltweit erste Fußgänger-Airbag. Der Fußgänger-Airbag ist zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe platziert, breitet sich im Falle eines Unfalls bei einer Geschwindigkeit zwischen 20 und 50 Stundenkilometern U-förmig aus und deckt dabei das untere Drittel der Windschutzscheibe sowie einen großen Teil der A-Säulen ab, die ein hohes Verletzungsrisiko für Fußgänger darstellen. Für einen zusätzlichen Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer sorgt der optional erhältliche Notbremsassistent mit automatischer Fußgänger-Erkennung.

Wie für Volvo typisch, sind viele Sicherheitssysteme im V 40 bereits in der Grundausstattung Serie: Dazu gehören unter anderem das Seitenaufprall-Schutzsystem SIPS, das Schleudertrauma-Schutzsystem WHIPS oder das System City Safety. Die steife und widerstandsfähige Karosserie ist in verschiedene Zonen aufgeteilt: Jede erfüllt im Fall einer Deformation eine spezielle Aufgabe.

Zu den Zusatzausstattungen zählen das System Cross Traffic Alert, das beim Ausparken vor Querverkehr warnt, ein intelligenter Einparkassistent, der das Parallel-Einparken vereinfacht und ein neuer Spurhalteassistent. Das Blind Spot Information System (BLIS) arbeitet im V 40 radarbasiert und überwacht auch den rückwärtigen Verkehr. Dazu kommen eine intelligente Verkehrszeichen-Erkennung, das Driver-Alert-System, das vor Sekundenschlaf und Übermüdung warnt, sowie ein aktives Fernlicht.

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