Von der Weppen: Zeichen stehen auf Expansion

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Mit Zukäufen hat sich die Stuttgarter Autohausgruppe von der Weppen in den vergangenen Monaten verstärkt. Nun erfolgt der nächste Schritt in der Strategie: Der Bau eines neuen Mehrmarkenbetriebs in bester Stuttgarter Lage.

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Sind mit ihrer Autohausgruppe auf Expansionskurs: Jan von der Weppen (li.) und Klaus von der Weppen.
Sind mit ihrer Autohausgruppe auf Expansionskurs: Jan von der Weppen (li.) und Klaus von der Weppen.
(Bild: Baeuchle / »kfz-betrieb«)

Es sind klare Zeichen: „Von der Weppen verfolgt eine konsequente Wachstumsstrategie für die Gruppe – auch in den nächsten Jahren“, sagt Klaus von der Weppen, geschäftsführender Gesellschafter der Autohausgruppen. Diesen Weg hat das Autohaus bereits deutlich eingeschlagen wie die vergangenen Monate zeigen, etwa mit einer Betriebseröffnung in Augsburg. Mit diversen Zu- und Verkäufen hat sich die Autohausgruppe klar aufgestellt. „Unser Fokus richtet sich generell auf Süddeutschland“, erläutert von der Weppen. Und ergänzt: „Mittelfristig ist eine Erweiterung darüber hinaus denkbar.“

In Stuttgart hat von der Weppen nun mit dem Bau einer neuen Zentrale begonnen. In bester Lage auf der Stuttgarter Automobile. In der Nähe von Mercedes, BMW und Audi. Es sind alles Niederlassungen, nur von der Weppen ist Privatunternehmer. Zur genauen Höhe der Investitionen will sich von der Weppen nicht äußern.

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Ein zweistelliger Millionen-Betrag ist es aber schon – und das wohl nicht am unteren Ende der Skala. Die Zuschüsse der vertretenen Marken dürften erheblich sein. Weder Renault-Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz noch Kia-Geschäftsführer Steffen Cost, beide während der Grundsteinlegung anweisend, wollten sich jedoch dazu äußern.

Allein die Zahlen für den Neubau sind beeindruckend: 4.500 Quadratmeter umfasst der Grundstück. Davon sind etwa 95 Prozent bebaut. Künftig präsentiert das Autohaus auf vier Ebenen die Fahrzeuge: Neben Renault und Dacia auch Seat und Infiniti. Auf dem Gebäude entsteht eine Ausstellungsterrasse. Für das Servicegeschäft sind in den Werkstatträumen 20 Hebebühnen geplant. Neben dem eigentlichen Autohaus baut von der Weppen zudem ein Parkhaus – für den Eigenbedarf. Auf 14 versetzten Ebenen hat der Händler 6.000 Quadratmeter Fläche für seine Fahrzeuge zur Verfügung.

Langfristige Strategie

Der Neubau dürfte die Krönung des Lebenswerks von Klaus von der Weppen sein. Vorausschauend kaufte er bereits im Jahr 2008 das Grundstück. Damals waren die Preise bereits hoch, heute sind sie unbezahlbar. Doch die Stadt Stuttgart schaffte es beinahe, das Projekt zu Fall zu bringen. Im Herbst 2018 soll der Bau nun in Betrieb gehen. Zehn Jahre Projektdauer also: neun für die Planung und eins für die Umsetzung.

Der Neubau in Stuttgart ist nur ein Schritt in der Strategie des Mehrmarkenhändlers. Bereits Anfang des Jahres machte der Händler den ersten Schritt nach Bayern und hat die Renault- und Dacia-Vertretung in Augsburg übernommen. An zwei Standorten ist von der Weppen nun in der Fuggerstadt präsent: An dem neu eröffneten Standort im Nordosten der Stadt, der sich in direkter Nachbarschaft zu diversen anderen Branchenbetrieben befindet, wurden zuvor Jaguar und Land Rover verkauft.

Bereits im Jahr hat zuvor hat der Stuttgarter Händler seinen Standort in Thüringen, das Autohaus Thalmann, an die Autohausgruppe König verkauft. Quasi als Ausgleich kamen im gleichen Jahr Teile des badischen Renault-Händlers Auto Bayer dazu. Von den ursprünglich drei Standorten gehört nun der Friesenheimer Betrieb mit seinen 40 Mitarbeitern zur Gruppe. Hier verkauft der Stuttgarter Händler seine Stammmarke Renault sowie Seat. „Wir wollten daher eine Bündelung der Kräfte erzielen“, erläutert Klaus von der Weppen.

Dabei hat der Mehrmarkenhändler seine derzeitigen Fabrikate Renault und Dacia, Kia, Seat, Opel und Infiniti fest im Blick. „Die Unternehmensstrategie beinhaltet das Ziel, die Nummer eins bei Renault und Dacia in Süddeutschland zu sein und zu bleiben.“

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