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VW-Autohaus Wagenblast ist insolvent

| Autor: Christoph Seyerlein

Das schwäbische Traditions-Autohaus Wagenblast ist pleite. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es rund um das Unternehmen mit Hauptsitz in Schwäbisch Gmünd immer wieder Gerüchte gegeben.

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Von der Insolvenz des Autohauses Wagenblast sollen etwa 220 Mitarbeiter betroffen sein.
Von der Insolvenz des Autohauses Wagenblast sollen etwa 220 Mitarbeiter betroffen sein.
(Foto: Wehner)

Das Autohaus Wagenblast, einst einer der Top-Händler von VW, hat am Montag Insolvenz angemeldet. Laut dem Amtsgericht Aalen wird der Rechtsanwalt Martin Hörmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das traditionsreiche Unternehmen mit mehr als 95-Jähriger Geschichte hat insgesamt fünf Standorte in Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Bettringen. Wagenblast ist Vertragshändler für die Marken Volkswagen, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Von der Insolvenz sollen rund 220 Mitarbeiter betroffen sein. Um die Zukunft des Autohauses gab es mehreren Berichten aus der Lokalpresse zufolge in der jüngeren Vergangenheit bereits Spekulationen. Im März 2019 hatte Wagenblast bereits seinen Standort in Giengen geschlossen. Im Oktober hieß es dann beispielsweise laut der Schwäbischen Zeitung, das Autohaus stünde zum Verkauf.

Unternehmen suchte nach Nachfolgeregelung

Seinen Servicebetrieb in Westhausen hatte das Unternehmen dann im Januar auch tatsächlich verkauft. Ihn übernahm die Koch-Gruppe mit Sitz in Schwäbisch Hall. Wagenblast-Geschäftsführer Wolfgang Röhsner hatte zu jenem Zeitpunkt gesagt, man wolle sich auf das Kerngeschäft in Aalen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim konzentrieren.

Röhsner zufolge sei es aber auch schon länger kein Geheimnis, dass sich das Unternehmen auf der Suche nach einer Nachfolgeregelung befand. Diese blieb nun allem Anschein nach vorerst erfolglos.

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