VW Beetle: Mehr Käfer wagen

Autor / Redakteur: sp-x/Peter Eck / Gerd Steiler

Mit dem neuen VW Beetle wollen die Wolfsburger das Thema „modernes Auto mit historischem Bezug“ erfolgreicher angehen als beim Vorgängermodell „New Beetle“ von 1998.

Er wird in Mexiko gebaut, hat in den USA seinen wichtigsten Markt und ist doch der Nachfolger des vielleicht deutschesten aller Autos: Mit dem Beetle, der kurioserweise Nachfolger des „New Beetle“ von 1998 ist, will VW das Thema „modernes Auto mit historischem Bezug“ diesmal erfolgreicher angehen. Denn der New Beetle war mit 1,15 Millionen verkauften Fahrzeugen kein Erfolg, auch wenn man das in Wolfsburg anders sehen will. Der Neue könnte dagegen die hochgesteckten Erwartungen erfüllen. Nach Deutschland kommt der Beetle ab Oktober, mit zunächst fünf Motorisierungen und zu Preisen ab 16.950 Euro.

Länger, breiter, flacher

Dynamischer und moderner: So lässt sich die Silhouette des Beetle auf den Punkt bringen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Viersitzer 15,2 Zentimeter länger, 8,4 Zentimeter breiter und 1,2 Zentimeter flacher geworden. Durch die neuen Maße verläuft das Dach weniger kuppelförmig als noch beim New Beetle. Die Frontscheibe steht steiler, die Motorhaube fällt länger aus. Der längere Radstand (+ 2,2 Zentimeter) und die breitere Spur (+ 6,3 Zentimeter vorne, + 4,9 Zentimeter hinten) schaffen Platz und lassen die Räder stärker an die Ecken des Fahrzeugs rücken – oder anders gesagt: Die Überhänge werden kürzer und der Kofferraum fällt mit 310 Litern deutlich geräumiger aus.

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Fünf Motoren zum Marktstart im Oktober

Zum deutschen Marktstart im Oktober, die Amerikaner sind sogar noch einen Monat früher dran, werden fünf Motoren zur Verfügung stehen: ein 1.2 TSI mit 77 kW/105 PS, vermutlich die Volumenvariante bei uns, ein 1,4-Liter TSI mit 118 kW/160 PS und ein 2,0-Liter mit 147 kW/200 PS sowie als Diesel der 1,6-Liter mit 77 kW/105 PS und der 2,0-Liter mit 103 kW/140 PS.

Wenige Monate nach Marktstart wird es noch vor Jahresende auch Bluemotion-Modelle geben (1.2 TSI und 1.6 TDI). Mit Start-Stopp-System und Rekuperation (Rückgewinnung von Bremsenergie) kommt der Diesel dann auf einen offiziellen Verbrauch von 4,3 Liter, entsprechend 112 Gramm CO2 je Kilometer.

Cabrio kommt 2012

Grundsätzlich gibt es beim Beetle wie bei anderen VW-Modellen drei Ausstattungsvarianten, nur heißen sie hier nicht Trendline o.ä. sondern Beetle (Basis), Design oder Sport. Die mittlere Ausstattung sollte es schon sein, denn nur dann gibt es Leichtmetallräder (16 Zoll), Alu- und Chromleisten oder in Wagenfarbe lackierte Außenspiegelgehäuse und Türgriffe.

Für die zweite Jahreshälfte 2012 hat VW dann das Cabriolet angekündigt. Es soll sich einen größeren Anteil als bisher an den Verkäufen sichern. Und klar ist auch, dass es schon recht bald weitere Motorisierungen geben wird, darunter ganz sicher auch eine besonders sportliche RS-Version, die bis zu 250 PS leisten könnte.

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