VW Crafter greift Mercedes Sprinter an

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Beliebteste Version ist die mit mittlerem Radstand und Hochdach (2,71 Meter), die ab 34.801 Euro (29.245 Euro) kostet. Bis zu 10,5 Kubikmeter fasst hier das Ladeabteil. Der Wendekreis beträgt 13,6 Meter. Beim Motor entscheiden sich die meisten Käufer für den 100 kW/136 PS starken TDI. Der zeigte sich bei ersten Testfahrten rund um die schwedische Metropole Malmö von seiner durchzugsstarken Seite.

340 Nm reichen zumindest bei Leerfahrten zu ordentlichen Beschleunigungswerten und relaxter Fahrweise. Das Schalten geht leicht von der Hand. Wer Wert auf eine Automatik legt, muss hingegen zum alten 2,5-Liter-TDI greifen. Dieser Motor mit ebenfalls 136 PS ist in Verbindung mit einem automatisierten Schaltgetriebe im Programm geblieben. Ein modernes Doppelkupplungsgetriebe sucht man indes vergebens.

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Extras nur auf Bestellung

Der Arbeitsplatz im Crafter ist funktional gestaltet. Pflegeleichte Kunststoffe kommen zum Einsatz. Die Zahl der Bedienelemente und Knöpfe bleibt wohl in den meisten Fahrzeugen begrenzt. Da in der Branche mit sehr spitzer Feder gerechnet und gekauft wird, sind Extras die Ausnahme. Radio, Klima und Parksensoren müssen gesondert geordert werden. Auch der Beifahrerairbag gehört nicht ab Werk zum Serienumfang. Immerhin hat der Crafter das Schleuderverhinderungsprogramm ESP und 14 Verzurrösen für die Ladungssicherung serienmäßig an Bord.

Im Zuge des Facelifts können sich die Käufer über neue Polsterbezüge und einen geänderten Schaltknauf freuen. Die Front wirkt zudem nicht mehr ganz so bullig wie zuvor und wurde im Rahmen des Möglichen an die aktuelle VW-Design-Linie angepasst.

Wichtiger als die optischen Retuschen sind jedoch die Einsparungen bei den Unterhaltskosten. Die konnten durch die geringeren Verbrauchswerte und günstigere Serviceintervalle um 25 Prozent reduziert werden. Außerdem wurde die Garantie von zwei auf drei Jahre verlängert. Insgesamt dürfte sich der Abstand zum Sprinter kurzfristig verringern. Aber vermutlich werden die Stuttgarter ebenfalls nachlegen, so dass der Crafter weiterhin versuchen muss, nach den Sternen zu greifen.

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