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VW-Händler bekommen einen Monat mehr Zeit bei Elektro-Verträgen

Autor: Christoph Seyerlein

Aufgrund der aktuellen Krisensituation gewährt der Hersteller VW-Partnern, die künftig die elektrischen ID-Modelle vertreiben sollen, einen einmonatigen Aufschub für die Vertragsunterschrift. Größerer Zeitdruck besteht auch aus Sicht der Wolfsburger aus einem einfachen Grund nicht.

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Der VW ID 3 soll im Sommer 2020 starten.
Der VW ID 3 soll im Sommer 2020 starten.
(Bild: Volkswagen)

Ursprünglich hätten VW-Händler die Sondervereinbarung zum Vertrieb von Elektrofahrzeugen bis zum 30. März unterzeichnen müssen. Wegen der Corona-Krise rückt das Thema aktuell aber in den Hintergrund. Der Handel hat mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Der VW/Audi-Partnerverband war deshalb an den Hersteller herangetreten, die Frist für eine Unterschrift unter den E-Vertrag zu verlängern.

Dem sind die Wolfsburger nun auch nachgekommen, wie aus einem Rundschreiben des Händlerverbands hervorgeht, das »kfz-betrieb« vorliegt. Demnach haben VW-Partner, die eine Elektro-Vereinbarung mit dem Hersteller schließen, nun bis Ende April Zeit, die Papiere zu unterzeichnen.

Die generellen neuen Händlerverträge sind mit dem heutigen 1. April in Kraft getreten. Bei den Elektroverträgen, die längst nicht alle VW-Partner erhalten, hätte es ebenso laufen sollen. Allerdings besteht dabei im Prinzip keine größere Eile. Der ID 3, der das erste Modell sein wird, für das die neuen Regelungen gelten, kommt voraussichtlich erst im Sommer 2020 auf den Markt.

Santel: Agenturmodell mit Vorteilen für den Handel

Zentraler Baustein der Elektro-Verträge ist der sogenannte Agenturvertrieb. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagte VW-Deutschlandchef Holger B. Santel dazu kürzlich: „Für die Partner bringt das folgende Vorteile: Wir übernehmen die Finanzierung der Fahrzeuge, die Lagerhaltung und die Ausstellungsfahrzeuge. Die Vorführwagen werden die Händler noch selbst leasen, aber die finanzielle Belastung der Partner ist dank der Maßnahmen sehr gering.“

Mit der Rücklaufquote der Verträge zeigte sich Santel zufrieden, allzu viele würden nicht mehr fehlen. Von einigen Händlern brauche man zwar noch das „Buy in“, die große Mehrheit habe aber auch die Elektro-Vereinbarung bereits unterschrieben zurückgeschickt. Von rund 80 Prozent ist im VW-Umfeld die Rede.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«