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VW: Handel soll sich nicht mehr mit der Fahrzeug-Konfiguration aufhalten müssen

| Autor: Christoph Seyerlein

VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann ist die Fahrzeugkonfiguration der eigenen Modelle viel zu kompliziert. Auch in dem Zusammenhang soll der ID 3 der Game-Changer für die Marke werden.

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(Bild: Volkswagen)

Der ID 3 soll nicht nur Volkswagens Aufbruch ins Elektrozeitalter darstellen. Er wird auch das Vertriebsmodell grundlegend verändern. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann erklärte in einem Beitrag beim Karriere-Netzwerk Linkedin: „Unser Ziel im Vertrieb heißt Einfachheit. Und der ID 3 ist das Modell, das uns dort hinführen wird.“

Vor allem die Fahrzeugkonfiguration hat VW dabei im Blick. Bislang ist diese in Stackmanns Augen deutlich zu kompliziert. „Ich habe mit vielen frustrierten VW-Kunden gesprochen, die am Ende einfach ein vorhandenes Autos bei ihrem lokalen Händler gekauft haben. Manche von ihnen sind auch zur Konkurrenz abgewandert“, so der Manager. Künftig werde Volkswagen nur erfolgreich sein, wenn man das eigene Angebot online vereinfache und effizienter gestalte.

In wenigen Klicks zum ID 3

Stackmann unterstrich in seinem Beitrag, dass Kunden den ID 3 in nur wenigen Klicks zusammenstellen können sollen. In den ersten fünf Schritten wählen Interessenten die gewünschte Reichweite (bzw. Batteriegröße), die Motorvariante, die Farbe, die Räder und ihr favorisiertes Interieur aus.

Anschließend folgen optionale Ausstattungsdetails aus den Kategorien Design, Infotainment, Komfort, Assistenzsysteme und Sportlichkeit. Laut Stackmann wird es ein Basis- und ein Plus-Paket geben. Im Anschluss an die Konfiguration können Kunden auch eine Wallbox für das Laden in der eigenen Garage dazu buchen.

Kunden sollen den VW ID 3 in nur wenigen Klicks konfigurieren können. Zum Vergrößern bitte anklicken.
Kunden sollen den VW ID 3 in nur wenigen Klicks konfigurieren können. Zum Vergrößern bitte anklicken.
(Bild: Volkswagen)

Wem das immer noch zu komplex ist, dem schlägt VW eigene Konfigurationen vor. Diese entwerfen Produkt- und Designexperten der Wolfsburger. Mit jenen vorkonfigurierten Fahrzeugen hat VW laut Stackmann Kunden im Blick, die weniger Wert auf Individualisierung als vielmehr auf den Nutzen des Autos legen. Solche Käufer müssen dann nur noch die Farbe und die Räder auswählen. „Das Beste daran: Diese Fahrzeuge können schneller ausgeliefert werden, weil wir unsere Lieferkette für die populärsten Varianten optimieren werden“, so Stackmann.

Doch nicht nur dem Kunden, auch dem Handel sollen jene Maßnahmen das Leben leichter machen. „Unser Händler können sich dadurch im Verkaufsgespräch voll auf den Kunden und das Fahrzeug konzentrieren. Sie müssen nicht mehr die Konfiguration durchführen“, erklärte Stackmann. „Das Ergebnis: Mehr Spaß, weniger Aufwand.“

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