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VW Nutzfahrzeuge will sich mit Milliardenprogramm zukunftsfest aufstellen

Autor: Christoph Seyerlein

Elektrifizierung, autonomes Fahren, Partnerschaft mit Ford – bei Volkswagen Nutzfahrzeuge ist aktuell viel in Bewegung. Bei der Jahrespressekonferenz der Marke zeigte Spartenchef Thomas Sedran auf, wie er sich die Zukunft des Fabrikats vorstellt.

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„Wir entwickeln uns vom reinen Autohersteller zum Mobilitätsanbieter“, sagt Volkswagen Nutzfahrzeuge-Chef Thomas Sedran.
„Wir entwickeln uns vom reinen Autohersteller zum Mobilitätsanbieter“, sagt Volkswagen Nutzfahrzeuge-Chef Thomas Sedran.
(Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge)

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat am Donnerstag in Hannover seine Pläne für die Zukunft der Marke präsentiert. Laut Spartenchef Thomas Sedran steht die Strategie „Grip 2025+“ für die umfangreichsten Veränderungen in der Geschichte der Marke. Allein 2019 will der Hersteller mehr als 1,8 Milliarden Euro in neue Produkte, den Umbau seiner Werke und zukünftige Geschäftsmodelle stecken.

Sedran sagte dazu: „Unsere Strategie ist Antwort auf die Veränderungen der Branche – wir werden vom reinen Autohersteller zum Mobilitätsdienstleister.“ Unter anderem soll das Fabrikat innerhalb des Volkswagen-Konzerns auch eine führende Rolle bei der Forschung am autonomen Fahren übernehmen. Gezielt darum kümmern wird sich der neue Entwicklungsvorstand Alexander Hitzinger.

Große Stücke hält Sedran auch auf die Kooperation mit Ford. Die ersten Verträge haben die Industrieriesen bereits geschlossen – unter anderem den „Entwicklungsvertrag Pickup“ für die Nachfolge des VW Amarok. Perspektivisch sollen sich weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben: Beispielsweise wollen VW und Ford bei zusätzlichen Fahrzeugprojekten, beim autonomen Fahren oder bei der gemeinsamen Nutzung von E-Mobilitäts-Plattformen ihr Knowhow teilen.

VW ID Buzz als Zukunftsversprechen

Besondere Bedeutung räumte Sedran am Donnerstag erneut dem VW ID Buzz ein. Ab 2022 soll der Elektro-Bulli in Hannover vom Band laufen. Das Fahrzeug werde „sicher das wichtigste Produkt der kommenden Jahre“, sagte der Manager. „Der ID Buzz ist zugleich das Sinnbild für die Zukunft der Marke: emissionsfrei, extrem innovativ und sehr emotional.“

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Aber auch auf das Tagesgeschäft ging Sedran im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Marke ein. Die Umsatzerlöse 2018 lagen mit 11,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Der Gewinn litt allerdings unter anderem unter der WLTP-Misere bei Volkswagen. Mit 780 Millionen Euro fiel er spürbar geringer aus als noch 2017 (853 Millionen Euro).

Dagegen hat das Fabrikat mit rund einer halben Million ausgelieferten Fahrzeugen jenen Wert im Vergleich zu 2017 steigern können. Für das laufende Jahr rechnet Sedran mit einem Absatz „mindestens auf dem Niveau des Vorjahres“. Generell blieben „maßgeschneiderte Angebote für Gewerbekunden und emotionale Fahrzeuge für Familie und Freizeit ein wichtiges Kerngeschäft der Marke.“ Sie würden aber zunehmend um Mobilitäts- und Transportdienste ergänzt.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«