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VW sucht Batterie-Lieferant in China

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Berichten zufolge will der Volkswagenkonzern beim chinesischen Batteriehersteller Guoxuan einsteigen. Der Schritt wäre notwendig, um die E-Auto-Offensive des Autobauers abzusichern. Doch die Gespräche scheinen nicht richtig voranzukommen.

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Der Volkswagenkonzern muss noch ausloten, wer die E-Auto-Akkus für China liefert.
Der Volkswagenkonzern muss noch ausloten, wer die E-Auto-Akkus für China liefert.
(Bild: Opel)

Der chinesische Batteriehersteller Guoxuan hat Verhandlungen mit Volkswagen über eine strategische Zusammenarbeit bestätigt. Allerdings es sei keine Verpflichtung oder andere Regelung für eine Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern unterschrieben worden. „Es herrscht bedeutende Unsicherheit über die genannten Angelegenheiten“, hieß es einem Bericht, wonach Volkswagen einen 20-prozentigen Anteil an der Firma erwerben und damit nach Gründer Li Zhen zweitgrößter Eigner werden wolle. Volkswagen selbst hatte die Gespräche mit Guoxuan bereits am vergangenen Freitag nicht kommentieren wollen.

China hat als wichtigster Automarkt der Welt eine enorme Bedeutung für VW. Allein in diesem Jahr will der Konzern mit seinen Joint-Venture-Partnern im Land mehr als 4 Milliarden Euro ausgeben – 40 Prozent davon sollen in die E-Mobilität fließen. Der Konzern will damit seine Elektroauto-Flotte in den kommenden Jahren stark ausbauen. Ziel ist es, im Jahr 2025 in China 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern zu können. Dafür will Volkswagen – zumindest auf mittlere Sicht – vor allem eigene Komponenten statt externe Zulieferungen einsetzen.

Das Autogeschäft hatte sich in der Volksrepublik zuletzt deutlich abgekühlt – auch aufgrund des insgesamt nicht mehr ganz so hohen Wirtschaftswachstums. Der VW-Konzern kam dabei im Vergleich zu manch anderem Hersteller noch relativ gut weg: Im vergangenen Jahr konnten die Auslieferungen der Konzernmarken im Reich der Mitte noch einmal leicht um 0,6 Prozent auf insgesamt 4,234 Millionen Autos zulegen. Das entspricht mittlerweile fast 40 Prozent der weltweiten Verkäufe.

Weil deutsche Hersteller bisher stark von Batteriezell-Lieferanten aus Ostasien abhängig sind, will VW künftig vor allem auf eigene Bauteile setzen. Von diesem Frühjahr an baut das Unternehmen mit dem schwedischen Partner Northvolt eine Zellfertigung in Salzgitter auf. Eine Pilotanlage läuft dort bereits. In Braunschweig startete zudem schon die erste von zwei Produktionslinien für eigene Batteriesysteme. Und das VW-Werk Kassel verantwortet große Teile der Elektroantriebe.

Bis die eigenen Komponenten weltweit überall in großen Mengen bereitstehen, dürfte es aber noch etwas dauern. Der Ausbau weiterer Kooperationen könnte daher ein Zwischenschritt sein. Der 1998 gegründete, mittelgroße Hersteller Guoxuan sitzt in Hefei in der Provinz Anhui, wo Volkswagen in einem Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer JAC elektrische Autos bauen will.

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