Wechsel in der Geschäftsführung von Auto Wichert

Bernd Kußmaul zieht sich zurück

| Autor: Christoph Seyerlein

Bernd Lindemann (Mitte) übernimmt die Verantwortung für den kaufmännischen Bereich bei Auto Wichert von Bernd Kußmaul (rechts). Er bildet damit die Geschäftsführung gemeinsam mit Bernd Glathe (links).
Bernd Lindemann (Mitte) übernimmt die Verantwortung für den kaufmännischen Bereich bei Auto Wichert von Bernd Kußmaul (rechts). Er bildet damit die Geschäftsführung gemeinsam mit Bernd Glathe (links). (Bild: Auto Wichert)

Die Auto Wichert GmbH bekommt einen neuen Co-Geschäftsführer. Ab dem 15. Januar wird Bernd Lindemann den kaufmännischen Bereich des Hamburger Händlers leiten. Er folgt auf Bernd Kußmaul, der sich zum Ende des ersten Quartals 2020 aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird. Damit bildet Lindemann künftig gemeinsam mit Bernd Glathe die Geschäftsführung des Unternehmens.

Bernd Kußmaul (73) war einer der Wegbereiter der Auto Wichert GmbH in ihrer jetzigen Form. Gemeinsam mit Bernd Glathe und Horst Kadow hatte er am 6. Dezember 1986 das Autohaus Wichert am Stockflethweg in Hamburg-Langenhorn übernommen. Aus einem sind über die Jahre mittlerweile 23 Standorte in der Hansestadt geworden. Nun könne er sich „guten Gewissens aus dem operativen Geschäft zurückziehen“, so Kußmaul. Er wird dem Unternehmen als Gesellschafter erhalten bleiben.

Mit Bernd Lindemann (61) übernimmt ein erfahrener Mann aus der Kfz-Branche die Aufgaben von Kußmaul. Unter anderem war er bereits Geschäftsführer der BMW-Autohausgruppe Cloppenburg, der Senger Holding Holstein (u.a. Volkswagen und Audi) sowie des Krefelder VW-Händlers Tölke und Fischer. „Die neue Aufgabe reizt mich außerordentlich. Ich kann bei einem der bedeutendsten Partner der Volkswagen Group tätig sein und ich bin sicher, dass die Auto Wichert GmbH in einem anspruchsvollen Wettbewerbs- und Nachhaltigkeitsumfeld weiterhin die Nase vorne haben wird“, sagte Lindemann laut einer Mitteilung.

„Nicht blind auf E-Mobilität setzen“

Die Herausforderungen bestünden beispielsweise darin, Kunden an das Autohaus zu binden und Fachpersonal zu finden und zu halten. Dem Restwerteverfall von Gebrauchtwagen, „auch durch Fahrverbotszonen“, will Lindemann ebenfalls begegnen. Dafür hat sich der neue Geschäftsführer vorgenommen, „nicht blind auf E-Mobilität zu setzen, aber in E-Mobilität maßvoll zu investieren“.

Auto Wichert hat ein intensives Jahr 2019 hinter sich. Der Volkswagen- und Audi-, Skoda- und Seat-Partner hat mehrere Betriebe des insolventen Händlers Willy Tiedtke in Hamburg übernommen. Im November eröffnete das Unternehmen zudem in Hamburg-Hammerbrook ein Audi-Terminal, in das Wichert über 15 Millionen Euro investiert hat. Für den Hamburger Händler arbeiten rund 1.400 Mitarbeiter. 2018 hatte Auto Wichert knapp 18.000 Fahrzeuge verkauft, im vergangenen Jahr dürften es auch dank der Übernahmen wesentlich mehr gewesen sein. Der Umsatz belief sich 2018 auf gut 350 Millionen Euro, auch jener Wert dürfte 2019 spürbar gestiegen sein.

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