Wegbegleiter würdigen Ex-VW-Chef Piëch

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Auch viele Politiker drückten ihren Respekt vor Piëchs Wirken aus. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, der Manager habe VW 1993 in einer tiefen Krise übernommen. „Mit seinem Namen ist der Aufstieg von Volkswagen zum Weltkonzern verbunden.“ Viele Tausend Arbeitsplätze in Niedersachsen prägten die wirtschaftliche Grundlage des Landes bis heute.

Altkanzler Gerhard Schröder sagte über Piëch: „Er hat die globale Automobilbranche über mehrere Jahrzehnte geprägt.“ Altbundespräsident Christian Wulff beschrieb Piëch als uneigennützigen Manager. „Ich habe mich bei allen Aufs und Abs über die Jahre hinweg überzeugen können, dass es ihm stets um den Konzern VW und nicht die Verfolgung von Eigeninteressen ging“, sagte Wulff der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Sowohl Schröders als auch Wulffs Amtszeiten als niedersächsische Ministerpräsidenten fielen in Piëchs VW-Zeit.

Die Städte Wolfsburg und Braunschweig würdigten ihren Ehrenbürger. „Wolfsburg hat Ferdinand Piëch unheimlich viel zu verdanken“, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Dienstag. Piëch habe in der großen Absatzkrise Tausende Einwohner vor der Arbeitslosigkeit bewahrt.

Ehefrau: Piëch lebte für das Automobil und VW-Mitarbeiter

Piëchs Ehefrau Ursula schrieb in der Mitteilung zum Tod ihres Mannes: „Das Leben von Ferdinand Piëch war geprägt von seiner Leidenschaft für das Automobil und für die Arbeitnehmer.“ Ihr Mann sei bis zuletzt ein begeisterter Ingenieur und Autoliebhaber gewesen. Die Beisetzung finde im engsten Familienkreis statt.

Weiter hieß es, Piëch hinterlasse eine große Familie mit 13 Kindern und mehr als doppelt so vielen Enkelkindern. In früheren Medienberichten war häufig von 12 Kindern die Rede gewesen. Auf Nachfrage dazu verwies Anwalt Christian Schertz am Dienstag lediglich auf die Mitteilung der Witwe.

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