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Weltweiter Autoverkauf: Durchatmen, aber keine Entspannung

| Autor: Christoph Baeuchle

Viele Pkw-Märkte sind im laufenden Jahr rückläufig. Der Juli verlief in einigen Regionen etwas besser: So verbuchten die USA erstmals im laufenden Jahr Zuwächse. Doch in anderen Märkten ging es weiter zurück. Zum Teil deutlich.

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Die konjunkturelle Abschwächung bekommt die Automobilindustrie zu spüren. In vielen Regionen gehen die Verkäufe zurück.
Die konjunkturelle Abschwächung bekommt die Automobilindustrie zu spüren. In vielen Regionen gehen die Verkäufe zurück.
(Foto: Mosolf)

Zwar konnten einige Automärkte im Juli etwas durchatmen, doch der Druck blieb vielfach vorhanden: Brasilien war im zweistelligen Prozentbereich im Plus, Japan und die USA wuchsen jeweils einstellig. Dagegen ging der Absatz vor allem in Indien, aber auch in Russland und China zurück. In den ersten sieben Monaten des Jahres liegt der globale Pkw-Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nun um 9 Prozent im Minus.

In Westeuropa blieb die Zahl der Pkw-Neuzulassungen laut Verband der Automobilindustrie (VDA) im Juli mit 1,2 Millionen Einheiten auf Vorjahresniveau. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. In Deutschland stiegen die Neuanmeldungen im Vergleich zu Juli 2018 um 5 Prozent, der italienische Markt erreichte Vorjahresniveau. Frankreich (-2 %), das Vereinigte Königreich (-4 %) und Spanien (-11 %) waren zum Teil deutlich rückläufig.

Auch der weltgrößte Markt war im Minus: China verzeichnete im Juli einen Rückgang von knapp vier Prozent auf 1,5 Millionen Pkws. Seit Januar ist das Marktvolumen gar um 13 Prozent auf 11,4 Millionen Neufahrzeuge zurückgegangen. Seit nunmehr 13 Monaten ist der Pkw-Absatz im Reich der Mitte rückläufig.

Indien und Russland verbuchten ebenfalls sinkende Verkaufszahlen: Während der indische Pkw-Markt im Juli gemessen am Vorjahresmonat um knapp ein Drittel (31 %) auf 200.800 Pkws einbrach, ging der Markt in Russland lediglich um zwei Prozent auf 140.000 Einheiten zurück. Ein Wachstum gab es hingegen in Japan (+3 % auf 379.400 Einheiten).

Erstmals in diesem Jahr ist der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) im vergangenen Monat gewachsen: Die Verkäufe erhöhten sich um zwei Prozent auf 1,4 Millionen Neufahrzeuge. Von Januar bis Juli wurden 9,8 Millionen Light Vehicles verkauft (-2 %). Zuwächse verbuchte im Juli auch der brasilianische Light-Vehicle-Markt (+11 % auf 232.900 Einheiten). Weltweit wuchs der Absatz von Light Trucks seit Jahresbeginn um zwei Prozent.

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