Wenn der Pkw sich zum Lackierer hin dreht

Fahrzeuge können um bis zu 30 Grad geneigt werden

| Autor: Konrad Wenz

Die „Power Stage“ von Wolf Anlagentechnik soll den Lackiervorgang verändern.
Die „Power Stage“ von Wolf Anlagentechnik soll den Lackiervorgang verändern. (Foto: Wenz)

Wolf Anlagentechnik bringt eine Lackierkabine mit integriertem Schwenktisch auf den Markt. Ein zu bearbeitendes Auto lässt sich damit in eine für den Lackierer angenehme Position bringen. Der Vertriebsleiter des Geisenfelder Unternehmens Wolf Anlagentechnik, Viktor Richtsfeld, und der Erfinder Engelbert Keller von Keller Profi Lack präsentierten die Innovation.

Um bis zu 30 Grad kann der Lackierer einen Pkw mittels des Schwenktisches aus der Horizontalen neigen. Dadurch kann er beispielsweise Seitenteile sowie am Fahrzeug befindliche Teile wie Kotflügel und Türen im Stehen ohne ungesunde Verrenkungen lackieren. Zudem reduziert sich seine Arbeitszeit. Auch Fahrzeugdächer kann die so genannte Power Stage für den Lackierer in eine angenehme Arbeitsposition drehen.

Darüber hinaus soll sich die neigbare Fahrbahn positiv auf den Energieverbrauch auswirken. Denn durch die Neigung ist es möglich, den Luftstrom der Kabine gezielter auf die zu trocknende Fläche am Fahrzeug zu bringen – das verkürzt die Trockenzeit.

Die Absaugung ist in den Schwenktisch integriert. Das eröffnet einen weiteren Vorteil: In der geneigten Stellung lassen sich die Absaugfilter, die in Schubladen liegen, einfach wechseln. Der Filterwechsel, der in herkömmlichen Kabinen bis zu 30 Minuten dauern kann, ist somit in weniger als fünf Minuten zu schaffen.

Der Schwenktisch kann in jeder herkömmlichen Wolf-Kombikabine verbaut werden. Er benötigt eine Einbautiefe von rund 900 Millimetern, die in Wolf-Kabinen in der Regel gegeben ist. Die Fahrbahn misst 2,10 Meter in der Breite und 5,20 Meter in der Länge. Der Umbau schlägt mit rund 25.000 Euro zu Buche. Bei neuen Kabineninstallationen ist die Power Stage für einen Aufpreis von 20.000 Euro zu haben.

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