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Werkstattausrüstung: Doppelherz

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Die Bremshydraulik von Autos mit ABS, ESP oder elektromechanischen Handbremssätteln lässt sich mit preisgünstigen oder alten Servicegeräten oft nicht auf Anhieb perfekt entlüften. Eine neue und preiswerte Pumpentechnik soll das Problem lösen.

Gerade „hinten rechts“ bringt hoher Fließdruck einen deutlichen Zeitgewinn.
Gerade „hinten rechts“ bringt hoher Fließdruck einen deutlichen Zeitgewinn.
(Bild: Holz)

Freundlich lächelnd schiebt Serviceberater Stefan Nottrott den Kostenvoranschlag über den Tisch zu seinem Kunden. „Die Jahresinspektion für Ihren Passat kostet bei uns nur 285 Euro und 30 Cent. Sie sparen bei gleichem Arbeitsumfang also 40 Euro gegenüber ihrer bisherigen Werkstatt. Und der fällige Bremsflüssigkeitswechsel ist bei unserem Angebot auch schon mit dabei!“, erläutert er sein Angebot. Doch sein Kunde zögert und wendet mit skeptischem Gesichtsausdruck ein: „Bremsflüssigkeitswechsel – muss das wirklich sein? Ich fahre doch nur ganz wenig. Und nach dem letzten Wechsel in meiner früheren Werkstatt musste ich zweimal reklamieren – denn das Bremspedal war viel weicher als zuvor.“

Wohl jeder Serviceberater oder Meister hat ein ähnliches Gespräch bereits erlebt, leider oft auch mit den eigenen Kunden. Die Frage, ob der Wechsel überhaupt notwendig ist, ist meist schnell und einfach geklärt: Bis auf die kaum verbreitete DOT-5-Bremsflüssigkeit auf Silikonbasis sind alle anderen gängigen Flüssigkeiten auf Polyglykolbasis hygroskopisch – egal ob DOT 3, 4, oder 5.1, egal ob niedrig- oder normalviskos.