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WLTP-Umstellung: Neue Verbrauchsangaben erst 2019

| Autor: Christoph Seyerlein

Auch für Autohändler ändern sich durch die Umstellung auf die WLTP-Norm einige Dinge. Bei der Verbrauchsauszeichnung müssen Händler vorerst aber nichts befürchten, da für die Angabe der neuen Werte zunächst ein Gesetz geändert werden muss.

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Bis die neuen WLTP-Werte auf den Pkw-Labels auftauchen, wird es noch etwas dauern.
Bis die neuen WLTP-Werte auf den Pkw-Labels auftauchen, wird es noch etwas dauern.
(Bild: Dena)

Am Samstag ist es so weit: Zum 1. September tritt der neue Prüfzyklus WLTP in Kraft. Das bisherige Testverfahren „Neuer Europäischer Fahrzyklus (NEFZ)“ war in die Kritik geraten, weil die Messwerte für Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen oft stark von den tatsächlichen Zahlen im Straßenverkehr abwichen. Das international entwickelte WLTP-Verfahren soll realistischere und besser vergleichbare Ergebnisse für mehr Verbrauchertransparenz liefern: Der Test dauert länger, die Autos fahren schneller und beschleunigen häufiger. Außerdem werden Zusatzausstattungen berücksichtigt, die sich auf den Verbrauch auswirken.

Das neue Testverfahren ist für alle relevant, die nach dem 1. September 2018 einen Neuwagen erstmals anmelden. Für die Berechnung der Kfz-Steuer ist dann der neue CO2-Wert nach dem WLTP-Prüfverfahren die Referenz. Tendenziell wird daher die Kfz-Steuer etwas höher ausfallen als dies bei einem vergleichbaren Fahrzeug bisher der Fall war.

Perspektivisch müssen Händler natürlich auch bei der Angabe von Verbräuchen und Abgaswerten darauf achten, die neuen WLTP-Werte anzugeben. Zum 1. September ist das aber noch nicht der Fall. Laut der Deutschen Energie-Agentur (Dena) ist dazu eine Gesetzesänderung notwendig, die voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein wird. Dennoch empfiehlt die Dena Autohändlern, ihre Kunden freiwillig über die neuen Werte aufzuklären.

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