ZDK: 70 Prozent der Autohäuser haben Kurzarbeit beantragt

Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat bezüglich der finanziellen Lage in der Corona-Krise von über 1.000 Kfz-Betrieben eine Rückmeldung erhalten. Das Ergebnis: Die meisten haben bereits Kurzarbeit beantragt.

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(Bild: Schmidt)

Bei rund 70 Prozent der Autohäuser und Kfz-Betriebe läuft bereits Kurzarbeit. Das hat eine aktuelle Blitzumfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ergeben. An ihr haben 1.069 Unternehmen teilgenommen. Diese haben für etwa 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkaufsbereichs Kurzarbeit beantragt und für 74 Prozent des Service- und Werkstatt-Personals – hier waren Doppelnennungen möglich.

Auf Basis dieser Sondierung bekräftigte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski die Forderung, das Kurzarbeitergeld zu erhöhen: „Hier droht vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kraftfahrzeuggewerbe eine finanzielle Schieflage“, sagte er.

Kleine und mittelständische Betriebe brauchen Unterstützung

Statt 60 beziehungsweise 67 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts sollen laut Karpinski 80 beziehungsweise 87 Prozent erstattet werden: „Da die überwiegend kleinen und mittelständischen Kfz-Betriebe meist nicht über die notwendigen wirtschaftlichen Rücklagen verfügen, um diese Lücke zu schließen, sollte dies auf dem Weg staatlicher Ausgleichszahlungen erfolgen.“

Im Rahmen von milliardenschweren Rettungsprogrammen wäre die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für die Kurzarbeit eine Linderung existenzieller Nöte der Arbeitnehmer und zugleich eine wertvolle Hilfe für die Unternehmen mit dünner Kapitaldecke, sagte der Verbandspräsident weiter.

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