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ZDK: Kfz-Betriebe sollen AÜK jetzt beitreten

Autor: Doris Pfaff

Das zukünftige Qualitätsmanagementsystem AÜK des Bundesinnungsverbandes steht in den Startlöchern. Auf einer eigenen Internetpräsenz finden Kfz-Betriebe ab sofort alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten.

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(Bild: Promotor)

Spätestens ab Juli 2021 sollten alle Betriebe dem zukünftigen Qualitätsmanagementsystem (QMS) des Bundesinnungsverbandes AÜK (Akkreditierte Überprüfung im Kraftfahrzeuggewerbe) angehören; dazu rät der ZDK. Denn Kfz-Betriebe, die amtliche Fahrzeuguntersuchungen und -prüfungen anbieten wollen, brauchen dann eine Akkreditierung nach ISO 17020.

Die gesetzlichen Vorschriften dazu basieren auf Vorgaben aus Brüssel und sollen dafür sorgen, dass die Qualität bei amtlichen Untersuchungen/Prüfungen auch künftig hoch bleibt, erläutert der ZDK. Konkret bedeutet das, dass künftig alle anerkannten Werkstätten ein Qualitätsmanagement (QM) vorweisen müssen. Das betrifft in Deutschland neben der Abgasuntersuchung (AU/AUK) auch die Sicherheits- (SP) und Gasanlagenprüfung (GAP).

Anerkannte Werkstätten können sich anschließen

„Der Aufbau eines solchen Systems ist für eine Werkstatt viel zu aufwendig. Deshalb entwickelt der Bundesinnungsverband (BIV) ein Qualitätsmanagementsystem, dem sich alle anerkannten Werkstätten anschließen können“, sagt ZDK-Geschäftsführer Werner Steber. Bei der Entwicklung des Systems wurde deshalb der zeitliche und finanzielle Aufwand für die Betriebe minimiert.

Nach Abschluss der Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) fasst das Kraftfahrzeuggewerbe zukünftig alle amtlichen Prüfungen unter der Marke AÜK zusammen. Dann darf jeder angeschlossene Betrieb die entsprechenden Symbole nutzen. Dafür muss eine Werkstatt zunächst nur ihre Einbindung in das System bestätigen und aus ihrem Team eine Person benennen. Diese sichert mit ihrer Unterschrift eine unparteiliche, nach den QMS-Vorgaben durchgeführte Abgasuntersuchung zu.

Ziel: Bundesweite Marke etablieren

Der ZDK rät Betrieben, sich dem System möglichst schnell anzuschließen, da nach der Akkreditierung des Bundesinnungsverbandes eine zweite Auditphase erfolgen müsse. Dann könnten nur die Betriebe berücksichtigt werden, die sich bis dahin dem System angeschlossen haben.

„Wenn alle Betriebe mitmachen, schaffen wir es, eine bundesweite Marke zu etablieren. Wie ‘Tempo‘ für Taschentücher steht, könnte AÜK dann für amtliche Untersuchungen und Prüfungen in Kfz-Werkstätten stehen“, sagt Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk. An den dazu notwendigen Schulungen werde sich nichts ändern.

Bis Mitte 2020 werden das QMS des Bundesinnungsverbandes sowie eine Stichprobe der jetzt schon beigetretenen Kfz-Werkstätten von der DAkkS begutachtet. Ist die DAkkS einverstanden, erhält der Bundesinnungsverband mit den angeschlossenen verantwortlichen Personen beziehungsweise Inspektoren die Akkreditierung und AÜK geht an den Start – spätestens Anfang nächsten Jahres.

Kommunikationsmaterialien für Kfz-Innungen verfügbar

Um das neue System bekannt zu machen und die Betriebe einzubinden, stehen den Kfz-Innungen verschiedene Kommunikationsmaterialien zur Verfügung. Diese finden sie auf der eigenen AÜK-Webseite. Dort ist auch ein Formular hinterlegt, um dem System direkt beitreten zu können. Ferner informieren Podcasts über die AÜK.

Ein FAQ-Bereich und eine Argumentationshilfe für die eigene Durchführung der Abgasuntersuchung ergänzen die Webseite. In den nächsten Monaten sind weitere Kommunikationsmaßnahmen geplant.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik