ZDK veranstaltet erstes Carcamp in Mannheim

Redakteur: Christoph Baeuchle

Rund 50 Teilnehmer kamen zum ersten ZDK-Carcamp nach Mannheim. In diversen Sessions diskutierten die Profis und Laien über Chancen von Social Media im Kfz-Gewerbe.

Das ZDK-Carcamp machte Mannheim für einige Stunden zum Zentrum für Social Media im Kfz-Gewerbe.
Das ZDK-Carcamp machte Mannheim für einige Stunden zum Zentrum für Social Media im Kfz-Gewerbe.
(Foto: Baeuchle)

Das ZDK-Carcamp hat Mannheim für einen Tag zu einer Hochburg von Social Media gemacht. Rund 50 Teilnehmer aus dem Kfz-Gewerbe und angrenzenden Branchen kamen nach Mannheim, um sich über die Möglichkeiten und Chancen von Social Media für Kfz-Betriebe auszutauschen.

Das „Prinzip Lockerheit“ ist oberstes Gebot, duzen ist Pflicht. Jeder stellt sich kurz vor, bevor der Tag beginnt: Gerd kommt aus Markdorf am Bodensee, Julia ist aus Hamburg und Karolina aus München. Die Teilnahme von Karin aus der Schweiz macht die Veranstaltung international. Viele junge Leute mit großem Interesse an den neuen Medien sind dabei. Mit 40 ist man schon fast Senior-Teilnehmer. Die Voraussetzungen sind diametral unterschiedlich: vom Profi bis zum Laien, wenige Theoretiker, viele Praktiker. Akzeptiert wird jeder und jede Frage.

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„Hinter dem Carcamp verbirgt sich das Veranstaltungskonzept eines sogenannten Barcamps, oft auch als Unkonferenz bezeichnet“, erläutert ZDK-Referentin Claudia. Im Vorfeld gebe es weder Agenda noch Referenten, vielmehr lebe das Konzept von der Spontanität und der Mitmachbereitschaft der Teilnehmer.

Vorgegeben sind lediglich Ort und Infrastruktur. Ohne Fuchs Europe Schmierstoffe, die als Sponsor diesen Part übernommen haben, wäre die Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen. Trotz Start ohne Agenda stand der Tagesablauf schnell fest: Innerhalb von zehn Minuten hatten die Teilnehmer das Themenfeld abgesteckt, über das sie diskutieren und sich austauschen wollen. Vier Räume boten Platz für größere Veranstaltungen und den Austausch im kleineren Kreis.

Von Fans und Freunden

„Die Teilnehmer wählen die Sessions, die sie besuchen, und damit ihre Themenschwerpunkte anhand des Grids selbst“, erläutert Claudia. In der ersten Runde spricht Thorsten von Basta-Media über Facebook. „Freunde werden, Freunde bleiben“ hat er seinen kleinen Vortrag genannt, den er den rund 20 Zuhörern präsentiert. Dazwischen gibt es immer wieder spontane Fragen und Ergänzungen. Jeder kann etwas sagen und fragen. Die aktive Teilnahme ist ausdrücklich erwünscht. Von ihr lebt die Veranstaltung.

An Facebook-Fans kommt man schnell heran, entsprechend fragwürdig ist deren schiere Zahl als Messgröße. „Fans kann man auch kaufen“, erläutert Thorsten. 10.000 Fans in 24 Stunden seien also kein Problem. Allerdings herrscht dann in aller Regel eine babylonische Sprachverwirrung: Schließlich gibt es die günstigsten Fans in Asien. Eine Kommunikation mit der Community fällt also schwer.

Die Community lebt

Viel besser ist es, eine Community aufzubauen. Dazu gehört viel Arbeit, die man mit diversen Mittel unterstützen kann. „Bei vielen gelten Gewinnspiele als Top-Instrument beim Aufbau einer Community“, meint Thorsten. Eine Gefahr bestehe allerdings darin, dass die Leute lediglich an den verlosten Gewinnen interessiert seien, nicht aber am Unternehmen und seinen Produkten. Zudem gilt: Wenn alle die gleiche Idee haben, läuft sie sich tot. Der Anfang ist wie immer das Schwierigste. „Ab 1.000 bis 1.500 Fans trägt sich eine Community fast selbst“, ergänzt der Social-Media-Profi.

Wie bei jeder guten Veranstaltung steht am Ende das Resümee. Doch damit endet die Veranstaltung noch längst nicht: „Wir wollen die inhaltliche Diskussion auch online fortsetzen“, erläutert Claudia. Dazu werden die Präsentatoren auf der Community-Plattform ihre Ergebnisse, Folien, Audio- und Videodaten veröffentlichen.

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