Zeitwertgerechte Reparatur: Das nackte Grau
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Hatte der lackierte Stoßfänger Feindberührung, liegt die Reparaturlösung auf der Hand: neue Farbe drauf und gut. Doch was, wenn das Bauteil im schicken „Grau-“ bzw. „Schwarz-Natur“ daherkommt? Kein Problem: Dafür gibt es pfiffige Kunststoffsprays.
Ich habe hier eine Graukollektion von einer belgischen Firma ... Da haben Sie 28 Grautöne in jeder Qualität, da werden Sie bestimmt zufrieden sein: Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau, Steingrau, Bleigrau, Zementgrau ...“. Wer erinnert sich nicht gerne an den Stoffexperten Paul Winkelmann alias Loriot und das Rentnerehepaar im Film „Ödipussi“? Ja das mit dem richtigen Grauton ist schon so eine Sache.
Doch grau und schwarz sind nicht nur die Bezüge von Sofas, damals wie heute. Nein, auch im Automobilbau greift man gerne zu dezenten Tönen. Kommen die als klassischer Lackauftrag daher, ist die Ausbesserung im Schadenfall meist kein Problem: Untergrund gegebenenfalls nacharbeiten, grundieren, Farbe drauf, fertig. Aber was, wenn das beschädigte Bauteil nicht lackiert, sondern quasi „in natura“ ist, sprich es sich um unlackierten, stattdessen eingefärbten und mit einer Struktur versehenen Kunststoff handelt? Dann, ja dann ist zwar nicht guter Rat, meist aber ein neues Bauteil teuer, oft zu teuer – oder manchmal auch gar nicht mehr lieferbar.
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