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ZF: Getriebereparatur zum Festpreis

| Autor: Jan Rosenow

Automatikgetriebe sind komplex und erfordern bei der Reparatur viel Know-how. Für Kfz-Betriebe, die das nicht selbst machen können oder wollen, hat ZF ein neues Servicekonzept entwickelt, das von der Diagnose bis zur Reparatur reicht.

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Getriebereparatur bei ZF in Holzwickede: Fachleute am Werk.
Getriebereparatur bei ZF in Holzwickede: Fachleute am Werk.
(Bild: Rupert Oberhäuser)

ZF Aftermarket will den Kfz-Betrieben bei der Schadensdiagnose an Automatikgetrieben helfen und zugleich eine wirtschaftliche Reparatur anbieten. Das Unternehmen hat am 22. Januar den Startschuss für ein neues Netzwerk an Service-Points innerhalb seines Protech-Werkstattkonzepts gesetzt, die sich auf diese Fehlersuche spezialisiert haben.

Derzeit 54 Stützpunkte deutschlandweit dienen den Kfz-Betrieben – sowohl freien als auch markengebundenen – als Anlaufstelle für alle Fragen rund um Automatik- (und auch Handschalt-)Getriebe. Und noch mehr: Die eigentliche Reparatur erfolgt – jedenfalls bei größeren Schäden – bei ZF selbst, und zwar im neuen Kompetenzzentrum Pkw-Getriebe in Holzwickede bei Dortmund.

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Nach dem Motto „Don't compete with your Customers“ beendet ZF zudem die Auftragsannahme vom Endkunden. Bislang konnte jeder Autofahrer selbst mit einem Automatikdefekt bei den deutschlandweit elf ZF-Serviceniederlassungen vorstellig werden. Künftig sollen allein die Werkstattpartner von ZF den Kundenkontakt übernehmen.

Die Mechaniker in Holzwickede kennen sich übrigens nicht nur mit den hauseigenen Produkten aus, sondern reparieren Wandlerautomaten, Doppelkupplungsgetriebe und andere Bauarten aller einschlägigen Hersteller. „Brot- und Butter“-Getriebe ist das Volkswagen-DSG. Elmar Bauer, Leiter Servicenetzwerke bei ZF Aftermarket, beziffert den Reparaturmarkt für Automatikgetriebe auf 125 Millionen Euro und den für Handschalter auf 160 Millionen Euro im Jahr.

Fertig reparierte Getriebe für viele Anwendungen auf Lager

Doch wie genau läuft der Reparaturprozess nun ab? Der Autofahrer wendet sich nach wie vor an die Werkstatt seines Vertrauens. Diese kann einen der 54 Service-Points hinzuziehen – entweder zur Hilfestellung bei der Fehlersuche, oder das Auto wird direkt dorthin überstellt. Ist der Schaden erkannt, wird das Getriebe ausgebaut und für eine Versandpauschale von 99 Euro zu ZF überstellt. Die Experten dort reparieren es und schicken es zurück – zum Festpreis.

Weil die ZF-Leute auf diese Arbeit spezialisiert sind, arbeiten sie schneller als eine Werkstatt, die nur wenig Erfahrung mit Getriebereparaturen hat. Für viele Modelle hat ZF übrigens schon fertige Austauschboxen auf Lager, die innerhalb eines Tages verschickt werden.

Für die annehmende Werkstatt hat dieses Verfahren folgende Vorteile:

  • Sie behält den Kundenkontakt
  • Sie verbucht den Umsatz für Ein- und Ausbau
  • Sie erhält ein von Profis repariertes Getriebe mit ZF-Garantie

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group