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Zukunft der IAA: Das erwartet der VDA von interessierten Städten

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Wo findet die IAA 2021 statt und wie sieht sie aus? Laut dem Verband der Automobilindustrie zeigen einige Städte Interesse an der Ausrichtung. Den Zuschlag knüpft der VDA an mehrere Vorgaben.

Die Zukunft der IAA ist noch ungeklärt.
Die Zukunft der IAA ist noch ungeklärt.
(Foto: IAA)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) will seine zuletzt schwächelnde Messe IAA Pkw zu einer umfassenden Mobilitätsplattform wandeln. Mit dem grundlegend erneuerten Konzept wurde eine Ausschreibung für die nächste Ausgabe im Jahr 2021 gestartet, wie der Verband am Freitag in Berlin berichtete. An dieser haben sich bereits die Städte Berlin, München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Stuttgart beteiligt, mit weiteren Bewerbern sei man im Gespräch, hieß es.

Der Verband verlangt von den Kommunen und Messegesellschaften ein eigenes Organisationskonzept und Investitionen – beispielsweise in Elektro-Ladeinfrastruktur. Neben der klassischen Messe mit Kongressangeboten stellt sich die Autoindustrie eine großzügige Fläche mit Teststrecken und Parcours vor. Besucher sollen dort beispielsweise automatisiert fahrende Autos mit alternativen Antrieben, kaufbare Wagen oder neue Mobilitätsangebote in Praxistests erleben können.

Zwischen der Messe und der Veranstaltungsfläche soll dem VDA zufolge eine „Erlebnisachse“ entstehen, auf der diverse Fahrzeuge der Aussteller, autonome Mobile und öffentlicher Nahverkehr unterwegs sein könnten. Die Industrie wolle die veranstaltende Kommune unterstützen, ein zukunftsgerichtetes Mobilitätskonzept zu entwickeln.

Das Interesse an der bislang alle zwei Jahre in Frankfurt stattfindenden IAA war zuletzt zurückgegangen. Auch die Zahl der Aussteller sank. 2019 besuchten laut VDA noch rund 560.000 Menschen die Schau in den Messehallen. 2015 hatte man noch 932.000 Besucher gezählt.

Entscheidung fällt Anfang 2020

Der Zuschlag soll im ersten Quartal kommenden Jahres erteilt werden, teilte der Verband mit. Man sei sich bewusst, dass dies einen sehr engen Zeitplan für die kommende IAA im Herbst 2021 ergebe. Unklar blieb zunächst, für welche Zeitspanne die Vergabe dann Gültigkeit behalten soll.

Einzelne Bewerber zeigten sich optimistisch, das Rennen zu machen. Frankfurt als bisheriger Standort sieht sich auch für eine erneuerte IAA gerüstet. Man könne zahlreiche urbane Orte für zusätzliche Veranstaltungen bieten, erklärte der städtische Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU). In Hamburg verwies die Messegesellschaft auf den ITS-Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme, der 2021 in der Hansestadt mit etlichen Projekten geplant ist.

Volkswagen unterstützt die Neuausrichtung. „Wir wollen, dass sich die IAA von einer Autoshow auf einem abgeschlossenen Messegelände zu einem Ort entwickelt, an dem die Mobilität der Zukunft für alle erlebbar und anfassbar wird“, erklärte ein Sprecher. Man wünsche Dialog und Interaktion mit allen Bürgern, nicht nur den Autofans. „In welcher Stadt das am besten möglich sein wird, wird jetzt im Zuge einer transparenten Ausschreibung geprüft.“

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