Mercedes A- und B-Klasse, CLA, GLA und GLB müssen in die Werkstatt

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Tanja Schmitt

Eine fast sechsstellige Zahl an Mercedes-Modellen müssen in die Vertragswerkstätten, um die Lenkspindel zu prüfen. Deutlich kleiner ist eine Aktion wegen sich möglicherweise lösenden Radlaufabdeckungen beim GLB.

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Von der Rückrufaktion sind die A- und B-Klasse sowie der CLA, GLA und GLB betroffen.
Von der Rückrufaktion sind die A- und B-Klasse sowie der CLA, GLA und GLB betroffen.
(Bild: Mercedes)

Daimler ruft weltweit knapp 90.600 Exemplare der A- und B-Klasse, sowie des CLA und GLA zurück (Baureihen 117, 156, 176, 242 und 246). Sie stammen laut einem Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) aus dem Produktionszeitraum 30.11.2016 bis 14.7.2017. Es bestehe die Gefahr einer eingeschränkten Lenkfunktion, meldet die Behörde. Ursache für den Rückruf ist den Angaben zufolge eine fehlerhafte Spezifikation der Bohrung im Kreuzgelenk an der Lenkspindel.

Ein sich stetig vergrößerndes Spiel zwischen dem in der Bohrung eingepressten Lager und dem Kreuzgelenk könnte zu Geräuschen und einem unpräzisen Lenkgefühl führen, wie ein Konzernsprecher auf Nachfrage ergänzte. „Sollten die Symptome über einen längeren Zeitraum nicht erkannt werden, könnte sich das Lager aus dem Kreuzgelenk herauslösen“, sagte er. Die Prüfung und ggf. der Tausch der Lenkspindel dauern bis zu 90 Minuten. Der interne Aktionscode „4692030“ ist in Deutschland für rund 16.600 Halter relevant.

Deutlich kleiner dürfte ein weiterer Rückruf sein, zu dem noch keine Stückzahlangabe des KBA vorliegt. Der Eingriff ist für den GLB (BR 247, gebaut zwischen April 2019 bis November 2020) angesetzt, konkret für dessen Radlaufabdeckungen, die nicht entsprechend den Vorgaben an den vorderen Kotflügeln befestigt worden sein könnten. „In Folge kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Radlaufabdeckung während der Fahrt vollständig vom Fahrzeug löst“, erklärte der Sprecher. Für die Überprüfung und ggf. Nacharbeit der vorderen Radlaufabdeckungen im Rahmen der Aktion „8890088“ ist eine halbe Stunde eingeplant.

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Freier Journalist