Alligator: RDKS-System zum Nachrüsten

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Bei Neuwagen ist das Reifendruckkontrollsystem Pflicht – doch die überwiegende Mehrheit der Bestandsfahrzeuge besitzt es nicht. Deshalb bietet Alligator nun ein Nachrüstsystem an.

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RDKS für alle: Alligator Sens.it Retrofit.
RDKS für alle: Alligator Sens.it Retrofit.
(Foto: Alligator)

Der vorgeschriebene Reifendruck ist die Voraussetzung für sichere Fahreigenschaften, langes Reifenleben und niedrigen Kraftstoffverbrauch. Deshalb ist ein automatisches Reifendruckkontrollsystem seit November 2014 Pflicht in allen Neufahrzeugen. Doch die überwiegende Mehrzahl der Bestandsfahrzeuge auf dem deutschen Markt besitzt noch kein RDKS. Deshalb bietet der Sensorhersteller nun das Nachrüstsystem Sens it Retrofit an.

Es besteht aus vier Sensoren inklusive Reifenventilen und einem Display mit Knopfbatterie. Das Display, welches sowohl Reifendruck als auch -temperatur anzeigt, wird mit einem Magneten im Fahrercockpit befestigt. Eine Montage- und Bedienungsanleitung liegt bei. Allerdings kann der Kunde die Montage nicht in Eigenregie bewältigen, denn die Sensoren liegen wie bei einem Serien-RDKS im Reifeninneren. Das gibt Chancen für die Vermarktung durch Fachbetriebe. Außerdem liefern die Sensoren so korrekte Druck- und Temperaturwerte und sind vor Diebstahl, Beschädigung oder Korrosion geschützt

Die Aluminiumventile sind, passend zu modernen Felgen, in verschiedenen Farben erhältlich, unter anderem in Schwarz oder Titangrau. Das Alligator-RDKS-Nachrüstsystem ist unter der Artikelnummer 590925 erhältlich und kostet 229 Euro.

Sens it weiterentwickelt

Doch der Haupteinsatzzweck des Universalsensors Sens it ist es, die Originalteile der Autohersteller im Ersatzmarkt zu ersetzen. Für diesen Zweck hat Alligator sein Vorzeigeprodukt nach den Erfahrungen der ersten RDKS-Saison weiterentwickelt. Alle Sens-it-Programmiergeräte werden bei einem Systemneustart automatisch ein Software-Update erhalten. Die erforderlichen Softwaremodifikationen hat Alligator auch den Herstellern von Handheld-Servicegeräten zur Verfügung gestellt, sodass diese ihre Programmiersoftware updaten können.

Mit dem nächsten Start der Anwendungssoftware stehen zudem 67 neue Fahrzeugmodelle zur Verfügung, für die sich Sensoren programmieren lassen. Dazu gehören als komplett neue Fahrzeugmarken Alfa Romeo, Dacia, Smart, Subaru und Tesla sowie weitere Fahrzeuge von insgesamt 23 verschiedenen Herstellern. Ein Update im März ergänzte bereits Modelle wie beispielsweise BMW X4, Kia Sportage (SLS), verschiedene Opel (Astra, Corsa und Zafira) sowie den VW Passat B8.

Sogar den bislang schwierigsten Patienten, den Hyundai iX35, hat Alligator geknackt. Hinsichtlich der RDKS-Funktionalität gilt es bei diesem Fahrzeug, einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Das Unternehmen verweist in diesem Zusammenhang auf eine technische Information unter www.alligator-sensit.com.

Neue Statistikfunktionen in der Software

Mit dem neuen, in die Anwendungssoftware integrierten Programmmodul Sens.it-Statistic erhält der Anwender eine Übersicht aller seiner bisher programmierten Sensoren. In der Praxis können somit alle in der Vergangenheit programmierten Sensordetails lückenlos abgefragt werden, beispielsweise Datum und Uhrzeit einer Programmierung, die gewählte Fahrzeugkonfiguration, eventuell der Kilometerstand am Servicetag und vor allem die verwendete Seriennummer (ID) des neuen Sensors. Die neu entwickelte Print-Out-Funktion ermöglicht zusätzlich einen Direktdruck des zugehörigen RDKS-Serviceprotokolls.

Die Vorteile von Sens it Statistic sind laut Anbieter:

  • Rückverfolgbarkeit der Sensoren
  • Ausdrucken des RDKS-Serviceprotokolls
  • Fortsetzung/Wiederaufnahme eines unterbrochenen Servicevorgangs

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