Mercedes Assenheimer-Mulfinger wächst um weiteren Vertriebsstandort

Autor: Andreas Grimm

Der Mercedes-Handel drängt zu größeren Einheiten im Vertrieb. Im Südwesten hat nun die Assenheimer-Mulfinger-Gruppe die Vertriebsgeschäfte eines benachbarten Händlers übernommen. Das Autohaus Gramling bleibt dennoch selbstständig.

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Die Mercedes-Autohausgruppe Assenheimer-Mulfinger, im Bild der Standort Heilbronn, hat den Vertrieb des benachbarten Konkurrenten Gramling übernommen.
Die Mercedes-Autohausgruppe Assenheimer-Mulfinger, im Bild der Standort Heilbronn, hat den Vertrieb des benachbarten Konkurrenten Gramling übernommen.
(Bild: Assenheimer-Mulfinger)

Der Strukturwandel im Mercedes-Netz schreitet mit Macht voran. Nachdem zuletzt im Norden Deutschlands Händler zusammengingen oder Standorte den Besitzer wechselten, wächst nun im Südwesten die Assenheimer-Mulfinger-Gruppe um einen Vertriebsstandort. Zum 1. August übernimmt die Gruppe das Vertriebsgeschäft von Mercedes Gramlich in Mosbach.

Laut einer Mitteilung werden zu diesem Zeitpunkt die Neuwagenverkäufer von Gramling bei Assenheimer-Mulfinger angestellt. Sie beraten ihre Kunden jedoch weiterhin in den bekannten Räumlichkeiten. Die Aktivitäten im Bereich Service mit den Werkstätten und dem Teile- und Zubehör-Verkauf sowie der Verkauf von Gebrauchtwagen bleiben dagegen weiter in der Hand der Firma Gramling.

Das optische Erscheinungsbild bleibt bestehen, die Kunden werden weiterhin im „Autohaus Gramling“ bedient, die Neuwagen-Kunden erhalten ihren Schriftverkehr künftig jedoch mit dem Zusatz „AssenheimerMulfinger im Autohaus Gramling“.

In einer Mitteilung von Assenheimer-Mulfinger wird die Übernahme des Verkaufs mit dem beschleunigten Wandel in der Branche begründet. Digitalisierung, Onlinehandel, Händlerstandards und ein verändertes Käuferverhalten „erfordern auch strukturelle Veränderungen im Automobilvertrieb“.

Geografisch macht das partielle Zusammengehen durchaus Sinn, die Marktgebiete grenzen direkt aneinander. Assenheimer-Mulfinger, gegründet im Jahre 1911, betreibt mittlerweile sieben Standorte: Zu den Betrieben in Heilbronn, Neckarsulm-Obereisesheim, Öhringen und Gaildorf kamen mit der Übernahme des Autohauses Söhner im Jahr 2012 die Autohäuser in Sinsheim-Rohrbach, Eppingen und Bad Rappenau hinzu. Gramling besteht sogar seit 1908 und ist heute in Mosbach (Hauptsitz und Verkauf) sowie in Walldürn und Mudau vertreten.

Im Mercedes-Vertrieb wird seit einigen Jahren der Drang zu größeren Einheiten immer deutlicher. So hatte sich etwa die Schade-Gruppe in Thüringen deutlich vergrößert. In Norddeutschland war im Herbst 2020 durch den Zusammenschluss der Mercedes-Gruppen Sternpartner und Tesmer eine Handelsgruppe mit über 1.000 Mitarbeitern entstanden. Und jüngst hatte das Autohaus Jürgens seine drei Standorte in Brandenburg an Nord-Ostsee Automobile aus Schleswig-Holstein abgegeben.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«