AU-Anforderungen machen Betrieben zu schaffen

Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung Hamburg

| Autor: Holger Zietz

Im Rahmen der Mitgliederversammlung gratulierte Obermeister Martin Krohn (re.) Timo Deltschaft zum dritten Platz beim Bundesleistungswettbewerb.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung gratulierte Obermeister Martin Krohn (re.) Timo Deltschaft zum dritten Platz beim Bundesleistungswettbewerb. (Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Die Anforderungen zur Durchführung der Abgasuntersuchung machen Kfz-Betrieben zu schaffen. „Der Aufwand vor allem für Schulung und Kalibrierung lässt manche Werkstätten an der Abgasuntersuchung zweifeln“, sagte Obermeister Martin Krohn auf der Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung Hamburg. Denn für die Übernahme hoheitlicher Aufgaben müssen die Betriebe immer mehr Vorgaben erfüllen.

Krohn warnte jedoch zugleich, sich vorschnell von den hoheitlichen Aufgaben zu verabschieden. Denn die Abgasuntersuchung kann auch Deckungsbeiträge erwirtschaften, wenn man sie richtig kalkuliert. „Man muss die AU zu einem reellen Preis anbieten“, betonte der Obermeister. Zudem sieht Krohn die Berechtigung zur Erfüllung einer hoheitlichen Aufgabe als Aushängeschild eines jeden Betriebs gegenüber dem Kunden.

Die Kfz-Innung Hamburg unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bei der Abgasuntersuchung. Sie hat sich beispielsweise als Kalibrierstelle zertifizieren lassen und kann nun die Geräte der Betriebe kalibrieren. Dieses Angebot wird von den Betrieben gut angenommen: Die Innung ist über Monate hinweg ausgebucht.

Neben der Abgasuntersuchung stand auch das Thema Ausbildung auf der Agenda. Seit zehn Jahren läuft in Hamburg die Gesellenprüfung bereits online. Die Auswertung erfolgt weitgehend automatisch und ohne jegliche Beanstandung, erläuterte Krohn die Erfahrungen der letzten Jahre. Mit ihrer Erfahrung unterstützen die Hamburger den ZDK bei der Fortschreibung der digitalen Prüfung.

Mit der Eröffnung des neuen Schulungsgebäudes Komzet-E hat die Kfz-Innung das Thema Aus- und Weiterbildung weiter gestärkt. Die Erfahrungen aus der Ausbildung sind durchweg positiv, Konzept und Ausstattung erfüllen die gestellten Anforderungen. Neben Schulungen laufen in den Seminarräumen auch Tagungen zu fachlichen Themen. „Der Aufwand für den Bau hat sich bewährt“, betonte Krohn.

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