Elektromobilität Auch Nicht-Tesla-Fahrer sollen an Supercharger-Säulen laden dürfen

Autor: Christoph Seyerlein

In Norwegen erklärt sich Tesla dazu bereit, seine Supercharger auch E-Auto-Fahrern anderer Marken zu öffnen. Wie die Lage in Deutschland ist und warum der Schritt Tesla-Kunden verärgern könnte.

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Bislang können nur Tesla-Fahrer an Superchargern laden.
Bislang können nur Tesla-Fahrer an Superchargern laden.
(Bild: Tesla)

Als Nicht-Tesla-Kunde das eigene Elektroauto an den Superchargern der Kalifornier aufladen? Das ist bislang nicht möglich. Diskutiert wird über eine entsprechende Öffnung aber schon lange. Tesla-Chef Elon Musk hatte Ende 2020 angedeutet, den Schritt gehen zu wollen. Wann es dazu kommen könnte, blieb aber unklar.

Jetzt kommt offenbar Bewegung in die Sache. Der Blog „Electrek“ berichtet unter Berufung auf behördliche Unterlagen, dass Tesla dem Bezirk Vestland in Norwegen ein entsprechendes Vorgehen bis spätestens September 2022 zugesagt habe. Hintergrund dürfte sein, dass die dortige Politik Ladesäulen nur noch dann subventioniert, wenn sie für alle Autofahrer zugänglich sind.

Ob Tesla sein Schnellladenetzwerk auch international öffnet, ist nicht bekannt. In Deutschland hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kürzlich erklärt, mit dem Hersteller darüber zu verhandeln. „Ich bin mit Herstellern wie Tesla im direkten Gespräch, um zu erreichen, dass die Bestandsinfrastruktur, zum Beispiel Tesla-Supercharger, auch für andere Hersteller geöffnet wird“, hatte Scheuer der Tageszeitung „Neue Osnabrücker Zeitung“ gesagt. „Es gibt ein paar technische Fragen zu klären, aber ich erwarte, dass wir zu einer Lösung kommen.“

Tesla-Fahrer finanzieren Supercharger-Netz indirekt mit

Manchem Tesla-Fahrer könnte eine Öffnung der Supercharger für alle sauer aufstoßen. Zum einen gibt es immer wieder Beschwerden, dass an manchen Orten die Supercharger ständig belegt seien. Diese Situation wird sich verschlechtern, wenn dort auch Fahrzeuge anderer Marken laden können. Zum anderen finanzieren Tesla-Kunden beim Kauf eines Autos das Ladenetzwerk indirekt mit. Denkbar wäre beispielsweise, dass markenfremde E-Auto-Fahrer an einem Supercharger mehr zahlen müssen als Tesla-Fahrer. Weltweit gibt es derzeit mehr als 2.500 Supercharger-Stationen mit insgesamt rund 25.000 Ladepunkten.

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Entwicklungsredakteur