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Audi-Absatz 2018 deutlich zurückgegangen

| Autor: Andreas Wehner

Wenig überraschend hat die Ingolstädter VW-Tochter ein Absatzminus für das vergangene Jahr vermeldet. Aufgrund von Problemen mit der WLTP-Umstellung gingen die Verkäufe in Europa in den Keller. Im Dezember hatte Audi auch in China Probleme, wo es das restliche Jahr über glänzend lief.

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(Foto: Audi)

Anders als die beiden Konkurrenten Mercedes und BMW hat Audi im vergangenen Jahr weniger Autos verkauft als 2017. Der Absatz ging um 3,5 Prozent auf 1,81 Millionen Fahrzeuge zurück, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte.

Mercedes steigerte seine Auslieferungen 2018 dagegen um 0,9 Prozent auf 2,31 Millionen Einheiten. BMW hat die Absatzzahlen seiner Kernmarke noch nicht vorgelegt, hatte aber bereits per November mit 1,93 Millionen Pkw mehr Autos verkauft als Audi im ganzen Jahr.

Der Hauptgrund für das deutliche Minus bei Audi ist ein Absatzeinbruch in Europa. Auf dem Heimatkontinent gingen die Auslieferungen im vergangenen Jahr um 13,6 Prozent auf 744.000 Einheiten zurück. Zurückzuführen ist das Minus auf Probleme mit der Umstellung auf das neue Abgas-Prüfverfahren WLTP. Bei Audi sind nach wie vor nicht alle Modelle nach dem neuen Standard zertifiziert, sodass die Händler nur eine eingeschränkte Modellpalette verkaufen können.

„2018 ist, wie erwartet, sehr anspruchsvoll verlaufen mit der größten Modell- und Technologie-Offensive der Audi-Geschichte – parallel zur Umstellung auf den neuen WLTP-Prüfzyklus“, sagte Audi-Chef Bram Schot. Audi arbeite mit Hochdruck an der Homologation seiner Modelle. Im November hatte sich der Manager noch optimistisch gezeigt, die Umstellung bis zum Jahresende zu schaffen und die Modellpalette wieder komplett zu haben.

Allein im Dezember betrug das Minus bei Audi weltweit 14,3 Prozent. Im letzten Monat des Jahres waren die Verkaufszahlen der Ingolstädter auch in China (-5,2 %) und den USA (-15,6 %) rückläufig. Im Gesamtjahr 2018 dagegen verzeichnete Audi in China mit 663.000 Auslieferungen (+10,9 Prozent) einen Rekordwert. In den USA landete der Hersteller im vergangenen Jahr leicht unter dem Niveau des Jahres 2017: 223.000 verkaufte Einheiten entsprachen einem Minus von 1,4 Prozent.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«