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Audi: Bänder in Ingolstadt stehen bis mindestens Sonntag still

| Autor: Christoph Seyerlein

Ursprünglich hatte Audi gehofft, einen Streik der Mitarbeiter im Motorenwerk Györ binnen weniger Tage abhandeln zu können. Doch daraus wird nichts. Die damit verbundenen Produktionsausfälle kommen für den Hersteller zur Unzeit.

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Bei Audi kommt es zu Produktionsausfällen.
Bei Audi kommt es zu Produktionsausfällen.
(Bild: Audi)

Der Streik im Motorenwerk im ungarischen Györ wird für Audi zunehmend zum Problem. Da aktuell keine Aggregate ankommen, werden die Bänder im Stammwerk in Ingolstadt noch bis mindestens Sonntagnacht stillstehen. Auch eine geplante Sonderschicht entfällt. Die Mitarbeiter in Györ, die 18 Prozent mehr Lohn fordern, wollen frühestens am Donnerstag die Arbeit wieder aufnehmen. Laut IG Metall verdienen sie im Durchschnitt 1.100 Euro pro Monat.

In Neckarsulm laufen die Bänder dem Unternehmen zufolge bis einschließlich dieser Woche. Allerdings ist noch unklar, wie es danach weitergeht. In Heilbronn, wo Audi den R8 produziert, ruht die Produktion bis mindestens Donnerstag.

Noch lässt sich nicht abschätzen, inwieweit sich die Verzögerungen auf das Tagesgeschäft der Audi-Organisation auswirken werden. Am Montag, als noch von einem zweitägigen Produktionsstopp die Rede war, hatte der Hersteller davon gesprochen, dass mehrere Tausend Fahrzeuge nicht gebaut werden könnten.

Für Audi kommt der Streik zur Unzeit. Noch immer hat der Hersteller mit der Umstellung auf WLTP zu kämpfen, weiter sind einige Baureihen nicht verfügbar. Händler klagen seit Monaten über ein eingeschränktes Angebot und lange Lieferzeiten. Die Produktionsausfälle dürften diesen Trend weiter verstärken.

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